Corona-Maske des MIT tötet Viren durch Hitze

Träger atmen dank heißem Kupfernetz mit wärmeisolierendem Neopren medizinisch sterile Luft

So sieht das Konzept der Schutzmaske aus, die Viren abtötet (Bild: mit.edu)

Cambridge (pte017/22.10.2020/11:30) – Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://mit.edu um Michael Strano haben einen neuen Mund-Nasen-Schutz entwickelt, der Coronaviren nicht einfängt, sondern deaktiviert. Das geschieht in einem nur 0,1 Millimeter dicken Netz aus Kupferfäden, die auf eine Temperatur von 90 Grad Celsius aufgeheizt werden. Die Energie dazu liefert eine Batterie. Damit sich niemand verletzt, wird das Kupfernetz mit wärmeisolierendem Neopren umhüllt.

Batterie reicht für einige Stunden

„Das ist ein völlig neues Maskenkonzept, weil es das Virus nicht blockiert, sondern passieren lässt. Die Wärme deaktiviert den Mikroorganismus“, so Strano. Die Batterie mit einer Spannung von neun Volt soll einige Stunden genügend Strom liefern, um das Kupfernetz heiß zu halten. Die MIT-Forscher begannen im März mit ihrer Arbeit. Sie sichteten alles wissenschaftliche Material, dass es zum Thema Anti-Viren-Masken gibt. Dabei fiel ihnen auf, dass es keinen Schutz gibt, der Viren abtötet. Alle Konzepte waren auf das Abhalten des Virus ausgelegt.

In Simulationsrechnungen haben Strano und sein Kollege darunter Damuel Faucher die Temperatur bestimmt, bei der die Viren deaktiviert werden. Dabei mussten sie die Luftgeschwindigkeit berücksichtigen, die von der Atemtätigkeit bestimmt wird. Wenn Viren ein warmes oder heißes Netz mit höherer Geschwindigkeit passieren, haben sie die Chance zu überleben. „Wir zeigen, dass es möglich ist, eine relativ kleine Maske zu tragen, die nicht zu lästig ist und es tatsächlich ermöglicht, medizinisch sterile Luft zu atmen“, sagt Strano.

Teurer als herkömmliche Masken

Sollten die Masken einmal industriell gefertigt werden, sind sie teurer als herkömmliche Filtermasken, betonen die MIT-Forscher. Dennoch könnten sie in vielen Fällen bevorzugt eingesetzt werden, etwa wenn das Expositionsrisiko besonders hoch ist, etwa bei medizinischem Personal, das direkten Umgang mit Corona-Patienten hat. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler Prototypen an sich selbst testen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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