CH: Schweizer Wissenschafter schufen kleinsten Stent der Welt

Einsetzbar etwa im Fall von Harnwegsverengungen bei Föten © Carmela de Marco/ETH Zürich

Zürich (APA/ag) – Dank eines neuen Verfahrens namens „indirekter 4D-Druck“ ist es Wissenschaftern der ETH Zürich gelungen, eine winzige Gefäßprothese herzustellen. Sie ist rund 40-mal kleiner als bisher gängige Modelle. Einsetzen lassen sich solche Mini-Stents bei Föten.

Gefäßprothesen gibt es zwar bereits für verengte Herzkranzgefäße, für die Harnwege von Föten müssten sie aber viel kleiner sein. Bisher haben sich so winzige Stents jedoch nicht herstellen lassen. Abhilfe schafft nun eine von Forschenden der ETH Zürich entwickelte Methode, um verformbare Mikrostrukturen zu erzeugen, wie die Hochschule mitteilte. Damit lassen sich Stents mit Detailstrukturen herstellen, die 40-mal kleiner sind als bisher.

Einsetzen ließe sich ein solcher Mini-Stent – nach weiteren Verbesserungen und ausführlichen Sicherheitstests – zum Beispiel im Fall von Harnwegsverengungen bei Föten. Diese kommen bei einem von 1.000 Kindern vor und können zu einem lebensgefährlichen Urinstau führen.

Um das zu verhindern, müssen Kinderchirurgen die Engstelle herausschneiden und die offenen Enden wieder zusammenfügen. Schonender wäre, die Verengung bereits beim Fötus im Mutterleib mithilfe eines Stents zu erweitern.

Markus Golla
Über Markus Golla 5368 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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