CH: Gehirn passt sich an fehlende Hirnhälften-Verbindung an

(C) Sagittaria

Einem von 4.000 Menschen fehlt der sogenannte Hirnbalken, der Impulse zwischen den beiden Gehirnhälften überträgt. Jedoch hat dies bei rund 25 Prozent der betroffenen Menschen keine Auswirkungen. Genfer Neurologen haben nun den Grund dafür herausgefunden. Das Corpus Callosum – auch Hirnbalken genannt – ist ein aus etwa 250 Millionen Nervenfasern bestehendes Netzwerk, das beide Gehirnhälften miteinander verbindet und die Signale zwischen diesen vermittelt.

Albert Einstein soll einen besonders ausgeprägten Hirnbalken besessen haben. Ein Viertel der Personen ohne diese etwa zehn Zentimeter großen Struktur zeigt keine Symptome, während der Rest entweder einen niedrigen Intelligenzquotienten oder schwere kognitive Störungen aufweist. Genfer Forschende konnten diese unterschiedlichen Ausprägungen nun erklären: Demnach übernehmen zahlreiche Verbindungen in den zwei getrennten Hirnhälften die Vermittlungsarbeit – jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

Die Genfer Forschenden um Vanessa Siffredi untersuchten die Gehirne von zwanzig australischen Kindern, die keinen Hirnbalken besitzen. Mithilfe der MRT-Bildgebung fanden sie heraus, dass bei diesen Kindern die Nervenfasern innerhalb jeder Gehirnhälfte zahlreicher und von höherer Qualität sind als in gesunden Gehirnen.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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