CH: Französische Schweiz: Stress und Anspannung lässt fast die Hälfte der Schweizer nicht schlafen

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Stress ist ein ständiger Begleiter im Alltag vieler Schweizer, denn sowohl berufliche als auch private Verpflichtungen können zu einem hohen Stresslevel führen.

(Arlesheim)(PPS) Die Weleda AG als Hersteller ganzheitlicher Arzneimittel und Naturkosmetik betrachtet in ihrer aktuellen Trendforschung „Alles im Gleichgewicht?! Wie gehen die Schweizer mit Stress und Belastung um?“ neben dem Stresslevel typische Stressursachen und die Rezepte der Schweizer gegen Stress. Die Umfrage des Institutes GfK belegt, dass sich 63 Prozent der Schweizer unter 60 Jahren im Alltag etwas oder sogar sehr gestresst fühlen. [1] Dies betrifft 65 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer. In der Romandie lebende Schweizer fühlen sich mit 60 Prozent etwas oder sehr gestresst. Zum Vergleich: In Zürich sind es 67 Prozent, in der Nordwestschweiz 56 Prozent und der Ostschweiz 51 Prozent.

Berufliche Überlastungen und finanzieller Druck sind in der Romandie grösste Stressfaktoren

Obwohl es wenig überrascht, sind Überlastungen im Beruf oder Studium die häufigste Ursache von Stress und Anspannung: 39 Prozent der Schweizer unter 60 Jahren gaben dies an – in der französischen Schweiz trifft dies sogar auf 43 Prozent zu. Der höchste Wert im regionalen Vergleich. Die Ergebnisse zeigen weiterhin, dass in der Region der Suisse romande besonders die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf (27 Prozent) und finanzieller Druck (43 Prozent) zu den grössten Stressfaktoren gehören. Auch dies ist eine Spitzenposition im regionalen Vergleich. Zu hohe Ansprüche an sich selbst (37 Prozent) stellen für die befragten Schweizer aller Regionen eine Alltagsbelastung dar. „Generell lässt sich feststellen, dass die Individualisierung in der Gesellschaft schneller voranschreitet. Wenn sich die Menschen mehr als Individuen wahrnehmen, so steigen auch die eigenen Ansprüche und Erwartungen an sich selbst.“ so Frau Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert, Leiterin des Fachbereiches Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Universität Zürich. „Ein hoher Anspruch an sich ist jedoch zunächst nichts Falsches, da er leistungsmotivierend wirkt und bei erzielten Erfolgen die Persönlichkeit positiv stärkt. Kritisch werden die hohen Ansprüche an sich selbst aber dann, wenn aus ihnen eine Überforderung resultiert und man die hohen Ansprüche und Erwartungen nicht erfüllen kann“, so Prof. Ehlert weiter. In Pendlerregionen wie dem Mittelland zeigen die Ergebnisse eine erhöhte Anspannung (60 Prozent sind etwas oder sehr gestresst). Jeder dritte Schweizer (31 Prozent) gab an, zur Arbeit zu pendeln – überfüllte Züge oder das im Stau feststeckende Auto wirken sich zusätzlich belastend aus, da dabei viel Freizeit verloren geht [2].

Stress und Anspannung führen vermehrt zu Schlafstörungen

Die Ergebnisse der Trendforschung zeigen, dass Stress bei 46 Prozent der Befragten unter 60 Jahren zu Problemen beim Ein- und Durchschlafen sowie zu Erschöpfung (49 Prozent) führt Bei 47 Prozent führt er zu Tagesmüdigkeit, 38 Prozent der Schweizer reagieren mit Unruhe oder Nervosität. Probleme beim Ein- und Durchschlafen sind die häufigste Stressfolge bei Befragten, die in der Romandie leben (48 Prozent) – der zweithöchste Wert im regionalen Vergleich. Die Stressfolgen betreffen allgemein Frauen mit 89 Prozent signifikant häufiger als Männer mit 77 Prozent – sie sind auch insbesondere von Ein- und Durchschlafstörungen (Frauen 56 Prozent, Männer 35 Prozent), Erschöpfung (Frauen 54 Prozent, Männer 44 Prozent), Tagesmüdigkeit (Frauen 53 Prozent, Männer 41 Prozent) sowie von Nervosität und Unruhe (Frauen 43 Prozent, Männer 32 Prozent) betroffen.

Gutes Zeitmanagement und gute Selbstorganisation für ein Leben in Balance?

Bei 40 Prozent der Schweizer befinden sich Arbeit und Freizeit in einem ausgewogenen Verhältnis während bei 42 Prozent die Arbeit oder das Studium überwiegen. Blick in die Romandie: Hier überwiegen bei 39 Prozent der Studienteilnehmer die Verpflichtungen, 40 Prozent leben im Gleichgewicht und bei 20 Prozent überwiegt die Freizeit. Bei Betrachtung der Gesamtergebnisse zeigt sich das höchste Ungleichgewicht in der Work-Life-Balance bei den 40- bis 49-Jährigen. 54 Prozent gaben an, dass die Arbeit überwiegt. Dies könnte darin begründet sein, dass in dieser Lebensspanne die Unterhaltskosten für Kinder ansteigen (z. B. durch den Beginn eines Studiums, erste eigene Wohnung) oder auch darin, dass Personen in diesem Alter das Gefühl haben, im Beruf noch mehr Leistung bringen zu müssen oder auch Zukunftsängste entstehen.

Was sorgt bei den Schweizern also für eine gesunde Balance? 82 Prozent der Befragten, die im Gleichgewicht leben, glauben, dass ein gutes Zeitmanagement und eine gute Selbstorganisation dafür ursächlich sind. 68 Prozent der Befragten aus der Region Suisse romande bestätigen das. Dennoch: 48 Prozent der Befragten, bei denen die Arbeit [2] deutlich überwiegt, haben Schwierigkeiten, sich von der Arbeit abzugrenzen, da sie beispielsweise ständig über das Mobiltelefon erreichbar sind. Befragten aus der Region Suisse romande fällt diese Abgrenzung mehrheitlich nicht schwer (57 Prozent).

Kraftquelle Natur – Rezept gegen Stress

Obwohl 49 Prozent der befragten Schweizer Fernsehen, Surfen im Internet oder auch soziale Medien als Mittel nutzen, um sich von Stress abzulenken (besonders die 30- bis 39-Jährigen mit 59 Prozent und die 40- bis 49-Jährigen mit 49 Prozent nutzen diese Strategie), zeigt sich: Die Natur ist für viele Schweizer (35 Prozent) ein Ort zum Entspannen. Besonders in der Romandie lebende Schweizer fühlen sich signifikant häufiger in der Natur abgelenkt von ihren Problemen, im Vergleich zu den anderen Regionen der Schweiz. Darüber hinaus gibt die Hälfte der Studienteilnehmer (50 Prozent) an, sich in der Natur zufrieden und im Einklang mit sich selbst zu fühlen. 51 Prozent der Schweizer können in der Natur gut auftanken – sie wird als Kraftquelle gegen Stress genutzt. Dies trifft mit 61 Prozent besonders auf die auffallend beanspruchte Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen zu.

Ganzheitliche Medizin: Frauen sind Trendsetter

Die Natur hat in der Schweiz nicht nur beim Thema Stressausgleich einen hohen Stellenwert. Schon längst wurde der Trend zu natürlichen und ganzheitlichen Arzneimitteln erkannt – dies bestätigen auch die Ergebnisse der Befragung. 82 Prozent der Schweizer wünschen sich von einem Arzneimittel, dass es die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt und 69 Prozent ist es sehr wichtig oder wichtig, dass das Arzneimittel aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Absolute Trendsetter sind hier die Frauen: 84 Prozent ist die Anregung der Selbstheilungskräfte sehr wichtig oder wichtig – 73 Prozent geben an, dass ihnen bei der Wahl eines rezeptfreien Medikaments aus der Apotheke oder Drogerie natürliche Inhaltsstoffe sehr wichtig oder wichtig sind.

Infobox:

Bei dauerhaft hoher Belastung und wenig Zeit für Entspannung oder Pausen, kann der menschliche Organismus aus der gesunden Balance geraten. Um das seelische und körperliche Gleichgewicht zu stärken und Symptome zu lindern, eignen sich beispielsweise Anthroposophische Arzneimittel. Eine 3-fach Komposition aus potenziertem Gold, Kalium phosphoricum und Ferrum-Quarz (enthalten in den Neurodoron® Tabletten von Weleda) kann bei nervöser Erschöpfung und Überforderung des Nerven-Sinnes-Systems angewendet werden. Sie lindert Begleiterscheinungen wie Nervosität, Angst- und Unruhezustände, depressive Verstimmung, Kopfschmerzen und Müdigkeit.

Anspannung ist als Ursache von Schlafstörungen bekannt – und diese verstärken wiederum den Stresslevel, wie eine aktuelle Untersuchung belegt: Bei den Studienteilnehmern stiegen Blutdruck und der Botenstoff Cortisol tagsüber schneller an, wenn diese schlecht geschlafen hatten. [3]Auch hier bietet die Anthroposophische Medizin Unterstützung mit Calmedoron® Globuli oder Tropfen von Weleda. Sie helfen bei Einschlafstörungen mit einer Kombination aus Hafer, Hopfen, Baldrian und Passionsblume, lindern Nervosität und sorgen dafür, dass Unruhe und Spannungszustände leichter abgebaut werden können. So finden Betroffene wieder erholsamen Schlaf.

Markus Golla
Über Markus Golla 3549 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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