CH: Erster Pflegekosten-Rechner im Internet

Kosten kalkulieren für die 24-Stunden-Pflege und Betreuung zuhause in der Schweiz

(C) Marcel Pelletier

In gut 10 Jahren wird jeder zehnte Schweizer über 80 Jahre alt sein.* Die allermeisten Betagten möchten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Den eigenen Tagesrhythmus, geliebte Haustiere oder den Kontakt zu Nachbarn möchten sie nicht aufgeben. Was aber, wenn Pflege notwendig wird? Ein neuer Kostenrechnergibt erstmalig Auskunft, was häusliche Betreuung genau kostet; je nach Kanton, dem persönlichem Bedarf und den Ansprüchen an die Betreuung.

(Pfäffikon / SZ)(PPS) In wohl kaum einem anderen Markt herrscht so wenig Transparenz: Wer sich über Betreuung für pflegebedürftige Menschen im eigenen Zuhause informieren möchte, steht vor einer Herkulesaufgabe. Mehr als 50 Anbieter werben im Internet für ihre Dienste rund um die häusliche Betreuung. Bei den Preisangaben bleiben viele jedoch eher vage. Weil hauswirtschaftliche Tätigkeiten vor allem von ausländischen Arbeitskräften verrichtet wird und dieser Bereich gesetzlich schwach geregelt ist, herrscht viel Verunsicherung darüber, was und wie viel eine Betreuungsperson überhaupt leisten darf. Dass eine legale 24-Stunden-Betreuung für nur SFr. 1’990 pro Monat nicht möglich ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Warum aber die Angebote seriöser Anbieter im Preis um bis zu SFr. 10’000 differieren, dies überfordert selbst die Sozialdienste der Spitäler und lokale Beratungsstellen. Sie empfehlen oftmals teurere Anbieter – im Glauben, dass ein höherer Preis auch mehr Qualität bedeutet.

Welche Faktoren den Preis für die Betreuung daheim wirklich beeinflussen, zeigt ein neuer Betreuungskosten-Rechner im Internet unter https://pflegevermittlungschweiz.ch/angebot-preise/. Mit ihm können Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nun erstmals die individuellen Kosten der Betreuung zuhause selbst kalkulieren. Nach der Beantwortung weniger Fragen zum eigenen Bedarf und den persönlichen Präferenzen liefert der Online-Rechner der Pflegevermittlung Schweiz eine Kalkulation der Gesamtkosten sowie kurze Erläuterungen.

Die Firma aus Pfäffikon (Schwyz) verfolgt einen beratenden Ansatz, der neu ist in diesem Markt: Betreuungspersonal wird nicht verliehen, sondern individuell für den Kunden rekrutiert und von ihm direkt angestellt. „Die monatlichen Kosten liegen so gut 20 Prozent tiefer“, erklärt Geschäftsführer Marian Birkholz und fügt hinzu: „Fast wichtiger als der Kostenaspekt sind unseren Kunden die persönliche Abklärung und dass sie aus mehreren Kandidaten selbst auswählen können.“ Co-Gründer Marcel Pelletier berichtet von einem weiteren Wunsch vieler Senioren: „Eine langfristige, feste Beziehung zur Betreuungskraft steht immer ganz oben.“ Der Rechner klärt darüber auf, wie stark dies auch die Kosten erhöht: «Arbeitet eine Betreuungsperson länger als drei Monate bei einem Arbeitgeber, verteuert sich die Anstellung durch die altersabhängigen Beiträge an die 2. Säule». Für ihre Personalrekrutierung verlangt die Pflegevermittlung Schweiz eine Provision, die sich am Gehalt bemisst und erst nach der Vermittlung fällig wird. Sollte trotz einer umfassenden Bedarfsabklärung einmal die Chemie nicht passen, werde schnell Ersatzpersonal vermittelt; alles sei SECO bewilligt. Die Aufgaben, die sich aus der Rolle als Arbeitgeber ergäben, liessen sich preisgünstig delegieren: Auf Wunsch übernimmt ein etabliertes Treuhandbüro die gesamte Personaladministration.

*Quelle: Avenir Suisse

Firmenportrait:

Über die Pflegevermittlung Schweiz GmbH
Die PFLEGEVERMITTLUNG SCHWEIZ vermittelt Pflege- und Betreuungspersonal für die 24-Stunden Betreuung von Senioren sowie von hilfsbedürftigen Menschen in der gesamten Schweiz. Die Firma mit Sitz in Pfäffikon zählt zu den am schnellsten wachsenden Anbietern im Schweizer Markt. Der wesentliche Unterschied zu anderen Anbietern liegt darin, dass das vermittelte Personal direkt angestellt wird. Damit fallen die monatlichen Kosten für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen im Vergleich um 20 bis 30 Prozent tiefer aus. Um den administrativen Aufwand für den Kunden so gering wie möglich zu halten, werde für die Personaladministration ein geeigneter Partner vermittelt. Das Betreuungspersonal wird in alle Kantone vermittelt.

Das Unternehmen kooperiert in der Vermittlung von Pflege- und Betreuungskräften mit verschiedenen nationalen Beratungsstellen sowie einem namhaften Anbieter der Sozialfürsorge. Derzeit werde eine Auswahl aus rund 500 Betreuerinnen und Betreuern für die Pflege zuhause geboten. Konkret werden diese anhand von Eignung und der vom Kunden gewünschten Eigenschaften gezielt selektiert. Besonderes Augenmerk wird auf den Nachweis der Zuverlässigkeit der Kandidaten gelegt. Das Personal wird in ganz Europa, teilweise auch vor Ort, rekrutiert und ausgewählt. Dabei werden die charakterliche Eignung, Sprachkenntnisse, Zeugnisse und Referenzen gewissenhaft überprüft. Die Firma bietet ihren Kunden und Interessenten eine gründliche und kostenlose Bedarfsabklärung vor Ort und steht auch während der Anstellung zur Seite.

Geschäftsführer Marcel Pelletier erklärt die Position des Unternehmens wie folgt: „Zuverlässige Seniorenbetreuung zuhause geht in der Schweiz auch bezahlbar. Mit unserer Hilfe können Kunden Hauspersonal mit geringstem Aufwand selbst anstellen und so viel Geld sparen; legal angemeldet und vom SECO bewilligt“.

Tipp: In der Schweiz bewilligte Vermittlungs- und Verleihbetriebe findet man im Internet im Verzeichnis avg-seco.admin.ch In der Suchmaske kann der Name des Betriebes eingegeben werden, welchen man zur Betreuung beziehen will. Gibt es den Betrieb hier nicht, dürfte er illegal tätig sein.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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