CH: Die Grippeimpfsaison rückt näher

(C) Oscar Mark

Ab Mitte Oktober können Personen, die dies wünschen, sich gegen die Grippe impfen lassen. Die Impfung wird weiterhin für Menschen mit erhöhtem Komplikationsrisiko und ihre Angehörigen empfohlen. Ob geimpft oder nicht, bei grippeähnlichen Symptomen sollte man sich auf das Coronavirus testen lassen.

Die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie getroffenen Massnahmen haben dazu beigetragen, dass in der Saison 2020/21 nur in sehr geringem Masse Grippeviren im Umlauf waren. Das bedeutet aber nicht, dass die Grippe nicht mehr ernst zu nehmen ist. In der Saison 2018/2019 wurden rund 210 000 Arztbesuche registriert. In zahlreichen Fällen führt die Grippe zu Komplikationen, die eine Hospitalisierung nötig machen und manchmal zum Tod führen.

Empfehlungen unverändert

Die Grippeimpfung wird für Menschen mit erhöhtem Komplikationsrisiko (ab dem Alter von 6 Monaten) empfohlen. Das sind Personen mit chronischen Erkrankungen wie Atemwegs- oder Herzkrankheiten, schwangere Frauen, frühgeborene Kinder und Menschen ab 65 Jahren.

Die Impfung wird auch den Angehörigen von Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko empfohlen. Dazu gehören die Angehörigen von Säuglingen unter 6 Monaten, die ein erhöhtes Risiko haben, aber nicht geimpft werden können. So können sie sich selber und die am meisten gefährdeten Personen schützen, indem sie das Ansteckungsrisiko vermindern. Die Impfung wird daher besonders den Angehörigen im selben Haushalt, dem Medizinal- und Pflegepersonal sowie den Mitarbeitenden von Kitas, Tagesstätten und Alters- und Pflegeheimen empfohlen.

Keine Kontraindikation bei Covid-Impfungen

Angesichts der Fortführung der Covid-19-Impfkampagne ist es wichtig zu betonen, dass keine Kontraindikation dagegen besteht, die Grippeimpfung gleichzeitig mit der Covid-19-Impfung bzw. kurz davor oder danach verabreicht zu bekommen. Bei Fragen können sich die betroffenen Personen an ihren behandelnden Arzt oder ihre behandelnde Ärztin wenden. Zudem sind auf der Website impfengegengrippe.ch zahlreiche aktualisierte Informationen zur Grippeimpfung zu finden.

Bei Symptomen: Lassen Sie sich testen

Unabhängig davon, ob eine Person gegen die Grippe und/oder gegen Covid-19 geimpft ist oder nicht, sollte sie bei grippeähnlichen Symptomen die üblichen Vorsichtsmassnahmen treffen und sich möglichst rasch auf das Coronavirus testen lassen.

Impftag in Arztpraxen und Apotheken

Der Impfzeitraum erstreckt sich von Mitte Oktober bis zum Beginn der Grippewelle. In «normalen» Jahren beginnt die Grippewelle in der Schweiz in der Regel im Januar.

Die 17. Ausgabe des Nationalen Grippeimpftags findet am Freitag, 5. November 2021 statt. Der Aktionstag ist eine Initiative des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) in Zusammenarbeit mit dem BAG, der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und dem Schweizerischen Apothekerverband (pharmaSuisse). An diesem Tag können sich impfinteressierte Personen in vielen Arztpraxen und Impfapotheken auch spontan zu einem empfohlenen Pauschalpreis (30 Franken, alles inkl.) impfen lassen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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