CH: Coronavirus – Intensivmediziner mahnen bei Therapien zur Vorsicht

Warnung vor experimentellen Wirkstoffen © APA (Punz)

Zürich/Linz/Wien (APA) – Seit Monaten schwirren durch Wissenschaft, Medien und Politik immer wieder experimentelle Covid-19-Therapien. Doch Chloroquin und Co. haben bisher statt Wirkung eher Nebenwirkungen gezeigt. Vor der vorschnellen Anwendung experimenteller Therapien warnen jetzt die Autoren einer Studie der RISC-19-ICU-Kohorte, einer Untersuchung mit schwerstkranken Intensivpatienten in Europa.

Die Autoren der Open-Access-Publikation auf dem EClinical Medicine-Portal des „Lancet“ untersuchten bei 639 schwerkranken Covid-19-Patienten von zahlreichen Intensivabteilungen in Europa Faktoren, welche bei Aufnahme der Kranken in die Intensivstation für einen schwereren Verlauf und erhöhte Mortalität sprachen. Die Patientengruppe mit normierten Datensätzen und Analysen aller beteiligten Kliniken erlaubte laut Erstautor Pedro David Wendel Garcia von der Universitätsklinik Zürich praktisch online die Auswertung aktueller Daten. Zu der Untersuchung beigetragen haben auch Ärzte von der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Johannes Kepler Universitätsklinik in Linz und der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Wiener AKH (MedUni Wien). Mit 22. April waren 398 der ursprünglich aufgenommenen Kranken wieder aus der Intensivabteilung entlassen worden oder verstorben.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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