CH: Appell «Lebensschutz und Lebensqualität in der Langzeitpflege»

(C) Michael Simon

Die Coronapandemie hat die hohe Verletzlichkeit von Menschen in Institutionen der Langzeitpflege gezeigt; es gab verbreitet grosse Einbussen an Lebensqualität und gesundheitliche Verschlechterungen. In einem Appell weisen Ethikerinnen und Ethiker auf das Spannungsfeld zwischen den Schutzpflichten der Behörden und dem Recht auf Selbstbestimmung und der Achtung der Persönlichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen hin.

Die Behörden und Institutionen tragen in der Pandemiesituation eine besonders grosse Verantwortung im Anordnen und Umsetzen von Schutzmassnahmen für Menschen in Institutionen der Langzeitpflege. Medizinethikerinnen und Medizinethiker anerkennen diese grosse Verantwortung. Sie heben gleichzeitig hervor, dass der Schutz des Lebens auch mit dem Schutz der Persönlichkeit und der Lebensqualität einhergehen muss. Um diesen Überlegungen Nachdruck zu verleihen, haben sie den Appell «Lebensschutz und Lebensqualität in der Langzeitpflege» mit 10 Postulaten formuliert.

Über Markus Golla 9546 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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