AT: WKÖ-Kopf: „Gesamtheitliches Modell zu Vorsorge und Pflege entwickeln“

Wirtschaft unterstützt Grundsatz „Daheim statt Pflegeheim“

WKO

Wien (OTS) – „Mit dem Pflegeforum hat die Bundesregierung den Dialog rund um das Thema der Ausgestaltung der Pflege in der Zukunft gestartet. Dieser erste Schritt auf Basis einer Expertenrunde ist der richtige Ansatz um zu einer gesamtheitlichen Betrachtung von

Gesundheit, Vorsorge und Pflege zu kommen“, sagte heute, Donnerstag, WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Ziel müsse es sein, ein „nachhaltiges Pflegemodell“ zu entwickeln, das den Herausforderungen der Zukunft entspricht. In Hinblick auf die Finanzierung dieses Systems müssen wir klar darauf Bedacht nehmen, jene Möglichkeiten zu prüfen, die sicherstellen, dass das Geld bei den Menschen und damit in der Pflege ankommt. Außerdem darf das System in Hinblick auf die Kosten keine neuen Belastungen etwa bei den Lohnnebenkosten mit sich bringen, so Kopf anlässlich des heutigen Forums „PFLEGE.fit für die Zukunft“ im Sozialministerium.

Die Fakten zur Entwicklung in der Pflege liegen auf der Hand: Der Anteil der 80-Jährigen und Älteren wird von derzeit 5 Prozent der Bevölkerung bis 2050 auf 11,5 Prozent steigen. „Es ist wichtig und richtig, sich auf Basis dieser Fakten mit einem Modell auseinanderzusetzen, das die Pflege auch in Zukunft leistbar macht. Dazu zählt aber auch, den Grundsatz einer Pflege in den eigenen vier Wänden zu stärken“, so Kopf. Der Masterplan Pflege, den die Bundesregierung im Dezember beschlossen hat, enthalte hier eine Reihe wichtiger Maßnahmen. „Pflege daheim hat Vorrang vor stationärer Pflege. 80 Prozent der betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. „Und hier haben wir mit der 24-Stunden-Betreuung die Möglichkeit, den Bereich der Pflegeheime zu entlasten und über eine Reform des Pflegegeldes den Menschen die Pflege zu Hause zu ermöglichen“, sagt Kopf.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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