AT: Wiens Ordensspitäler: Dringender Aufruf zur Corona-Impfung an die Bevölkerung

(C) Markus Golla

Sprecher Prim. Manfred Greher: „Wer noch nicht geimpft ist, sollte das gerade angesichts steigender Infektionszahlen und höheren Ansteckungsrisikos möglichst schnell nachholen.“

Wien (OTS) – „Wer noch nicht gegen SARS-CoV 2 geimpft ist, sollte das gerade angesichts der aktuell steigenden Infektionszahlen und des immer höheren Ansteckungsrisikos unbedingt möglichst schnell nachholen“, ruft Prim. Dr. Manfred Greher, der Sprecher der sieben Wiener Ordensspitäler (Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses), die Wiener Bevölkerung auf. „Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich und andere. Er trägt auch dazu bei, dass es nicht durch eine hohe Zahl von Menschen mit COVID-19 in den Normal- und Intensivstationen aus Kapazitätsgründen erneut zur Verschiebung von Operationen kommt.“

Wer durch Impfung vollimmunisiert ist, ist sowohl sehr gut gegen eine Infektion als auch noch besser, und zwar fast völlig gegen schwere COVID-Verläufe geschützt, die eine Spitalsbehandlung erfordern. Zuletzt ist nämlich in Wien nicht nur die Zahl der Neuinfektionen stark gestiegen, sondern leider auch wieder die Zahl der Menschen, die wegen COVID-19 an den Normal- oder Intensivstationen von Krankenhäusern betreut werden müssen. Prim. Greher: „Aus österreichischen und internationalen Untersuchungen wissen wir, dass auf den Intensivstationen geimpfte Personen mit COVID-19 die sehr große Ausnahme sind.“

Hält der aktuelle Trend weiterhin an, sei wieder mit Einbrüchen bei der Versorgung in Krankenhäusern zu rechnen, sagt Prim. Greher: „Dann wird es wohl unvermeidlich werden, dass auch die Ordensspitäler Kapazitäten für Menschen mit COVID-19 vorhalten und in der Folge verschiebbare Eingriffe verschoben werden müssen, wie es während der Pandemie bereits der Fall war. Der beste Weg, solche Entwicklungen zu vermeiden oder zumindest zu bremsen, ist eine möglichst hohe Impfquote.“

Im Juni Impfpflicht für neue Mitarbeitende eingeführt

Die sieben Wiener Non-Profit-Krankenhäuser haben bereits im vergangenen Juni die Impfpflicht für neue Mitarbeitende in allen Bereichen eingeführt Prim. Greher: „Für extrem seltene Fälle, bei denen eine Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, würden wir uns selbstverständlich um Sonderregelungen bemühen.“

Die Impfquote liegt bei Mitarbeitenden der Wiener Ordensspitäler bei 85 bis 90 Prozent, die neu eingeführte Impfpflicht soll das Impf-Niveau weiterhin anheben. Prim. Greher: „So schützen wir bestmöglich unsere Mitarbeitenden und unsere Patientinnen und Patienten.“

Die sieben gemeinnützigen Krankenhäuser haben einen öffentlichen Versorgungsauftrag, handeln im Auftrag der Stadt und in enger Abstimmung und Kooperation mit ihr, und betreuen 25 Prozent der stationären Patientinnen und Patienten der Stadt. Von gewinnorientierten Privat- und Belegspitälern oder Klinikbetreibern unterscheiden sie sich darin, dass bei ihnen jeder Euro in den Unternehmen verbleibt und den Patientinnen und Patienten zu Gute kommt.

1) Barmherzige Brüder Krankenhaus (2. Bezirk), Franziskus Spital Landstraße (3. Bezirk) und Franziskus Spital Margareten (5. Bezirk), Herz-Jesu Krankenhaus (3. Bezirk), Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien (6. Bezirk), Orthopädisches Spital Speising (13. Bezirk), St. Josef Krankenhaus (13. Bezirk), Göttlicher Heiland Krankenhaus (17. Bezirk)

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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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