AT: Wiener Hilfswerk: „Gesund fürs Leben“ für Gesundheitsförderung im Alter

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„Gesund fürs Leben“ ist ein Projekt zur Gesundheitsförderung für ältere Menschen in Wien in den eigenen vier Wänden. Das Wiener Hilfswerk sucht noch Teilnehmende für diese wichtige Initiative.

Im Rahmen des Projekts „Gesund fürs Leben“ trainieren geschulte ehrenamtliche „Gesundheitsbuddys“ mit älteren, körperlich geschwächten Menschen in deren Wohnung und geben Ernährungstipps als Unterstützung zum Aufbau von Muskelkraft. Das Projekt, gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums, wendet sich an ältere Menschen, die von der COVID-19-Pandemie besonders betroffen sind, zum Beispiel durch Einsamkeit und soziale Isolation, und bei denen kostenpflichtige Unterstützungsangebote die finanziellen Möglichkeiten übersteigen würden. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos und die Wirksamkeit der Kraftübungen wissenschaftlich bestätigt.

Das Wiener Hilfswerk sucht auch Menschen, die sich am Projekt beteiligen und ältere Menschen unterstützen möchten. Diese „Gesundheitsbuddys“, also Wienerinnen und Wiener ab 50 Jahren (2G – geimpft oder genesen), gehen nach einer Einschulung zu älteren Personen nach Hause und führen gemeinsam ein Gesundheitsprogramm inklusive Bewegungsübungen durch. Die Hausbesuche erfolgen in den ersten drei Monaten zweimal pro Woche, wobei es die Möglichkeit auf Verlängerung gibt. Die „Gesundheitsbuddys“ können die Gelegenheit auch selbst nutzen, um die eigene Fitness zu verbessern und um wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung, basierend auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, zu erhalten.

Projekt baut auf einer Studie der Medizinischen Universität Wien auf

Ca. 33.000 Wienerinnen und Wiener über 65 Jahren sind gebrechlich und ca. 124.000 von einer Vorstufe betroffen. Das bedeutet ein gesteigertes Risiko für den Verlust von Selbständigkeit. Es kommt zu erhöhtem Sturzrisiko, vermehrten Krankenhauseinweisungen und Aufnahmen in Pflegeheime. Die Medizinische Universität Wien hat deshalb ein spezielles Gesundheitsprogramm entwickelt und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt. Das Programm erhöht die Sicherheit beim Gehen und verbessert die Beweglichkeit. Die Angst vor Stürzen nimmt ab und die Lebensqualität zu. Auf diesen Erkenntnissen baut das Projekt „Gesund fürs Leben“ auf.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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