AT: Wiener Gesundheitsförderungskonferenz 2021 „Gesund leben in Corona-Zeiten“ – neue Denkanstöße und ausgezeichnete Praxis

Foto von Zsolt Marton Unter Einhaltung der Corona-Regeln und heuer erstmalig auch online hat die Wiener Gesundheitsförderungskonferenz 2021 „Gesund leben in Corona-Zeiten“ stattgefunden. Fotograf:Zsolt Marton

Social Barbers, WERTVOLL, We Care! und weitere sieben „gesunde“ Projekte mit Wiener Gesundheitspreis prämiert und drei Medienpreise verliehen

Wien (OTS) – Ganz im Zeichen des Jahresschwerpunkts der Wiener Gesundheitsförderung – WiG „Gesund leben in Corona-Zeiten. Inspirationen für die Praxis der Gesundheitsförderung.“ stand die bereits zum siebenten Mal stattgefundene Wiener Gesundheitsförderungskonferenz und Verleihung des Wiener Gesundheitspreises im Wiener Rathaus am Dienstag, 14. September 2021. Die hochkarätige Veranstaltung wurde unter Einhaltung der Corona-Regeln und heuer erstmalig auch online angeboten. Der Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Peter Hacker, betonte bereits im Vorfeld der Konferenz den entscheidenden Beitrag, welcher der Gesundheitsförderung im Hinblick auf die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen der Pandemie zukommt. „Corona verlangt uns allen viel ab. Wien hat die Corona-Pandemie als Millionenstadt bis jetzt gut gemeistert. Und dennoch führte und führt die Pandemie bei Wienerinnen und Wienern aus allen Gesellschaftsschichten und jeden Alters zu Sorgen und Ängsten. Es ist wichtig und richtig, sich schon jetzt damit zu beschäftigen“, so Stadtrat Hacker.

Der Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung – WiG, Dennis Beck, unterstrich in seiner Eröffnungsrede die vielfältigen Aspekte der Gesundheitsförderung. „Corona hat dazu geführt, dass wir uns privat, beruflich und als Gesellschaft auf eine völlig neue Situation einstellen mussten. Daher haben wir unsere heurige Wiener Gesundheitsförderungskonferenz unter den Schwerpunkt ‚Gesund leben in Corona-Zeiten‘ gestellt und wollen gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten neue Denkanstöße geben und gelungene Beispiele aus der Wiener Praxis auszeichnen“, erklärte WiG-Geschäftsführer Beck.

Inspirationen für die Praxis der Gesundheitsförderung

Unter dem Titel „Gesund leben in Corona-Zeiten. Inspirationen für die Praxis der Gesundheitsförderung.“ widmete sich die Konferenz aktuellen, brennenden Fragen: Wie gehen wir als Einzelne damit um und welche Bewältigungsstrategien entwickeln wir? Wie wirken sich die Veränderungen auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen aus? Welche neuen Kompetenzen brauchen wir als Gesellschaft, um stark in die Zukunft gehen zu können? Antworten lieferten die drei hochkarätigen Vortragende Ha Vinh Tho, Armin Nassehi und Regula Stämpfli.

„Glücksbeauftragter” Ha Vinh Tho gab in seinem Vortrag einen Einblick in die wesentlichen „Glückskompetenzen“ und zeigte, wie diese geübt werden können, um ein glücklicheres – und in der Folge auch ein gesünderes – Leben zu führen. Wie die Pandemie in gesellschaftliche Routinen eingreift, erklärte Soziologe Armin Nassehi. In seinem Referat stellte er das Alltagsleben der Menschen in den Fokus, welches – je nach sozialer Lage – sehr unterschiedlich von der Pandemie betroffen war und ist. Politphilosophin Regula Stämpfli ging der Frage nach, wie wir im Zeichen der Pandemie arbeiten und leben. Sie beleuchtete dabei die Digitalisierung, Erwerbs- und Care Arbeit sowie deren Auswirkungen auf die individuelle und gesellschaftliche Gesundheit.

Wiener Gesundheitspreis 2021 – Gesund sein und gesund bleiben in Corona-Zeiten!

Wie das gelingt, zeigen jene Projekte und journalistischen Beiträge, die im Rahmen der Konferenz mit dem Wiener Gesundheitspreis 2021 ausgezeichnet wurden. Kurt Wagner, Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Gesundheit, Soziales und Sport und Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, überreichten die Preise.

Die erstplatzierten Sieger-Projekte sind: „Social Barbers“ in der Kategorie „Gesund in Grätzel und Bezirk“, „WERTVOLL – Mädchen im Blickpunkt“ in der Kategorie „Gesund in Einrichtungen und Organisationen“ sowie „We care!“ zum heurigen Jahresschwerpunkt „Gesund leben in Corona-Zeiten“.

Insgesamt wurden heuer 10 Projekte in drei Kategorien ausgezeichnet – in der Kategorie „Gesund in Einrichtungen und Organisationen“ gab es zwei dritte Preise. Zum Jahresschwerpunkt wurden auch drei gleichwertige Medienpreise vergeben. Die SiegerInnen jeder Kategorie erhielten 2.000 Euro, die Zweitplatzierten 1.500 Euro und die Drittplatzierten 1.000 Euro. Mit jeweils 500 Euro waren die drei Medienpreise dotiert.

Alle PreisträgerInnen im Überblick:

Kategorie: Gesund in Grätzel und Bezirk

1. Preis: Social Barbers
Männergesundheitszentrum MEN

2. Preis: Vienna Hobby Lobby – Kein Bock auf Couch
Vienna Hobby Lobby

3. Preis: Tröpferlbad 2.0
MA 59 – Marktamt Wien

Kategorie: Gesund in Einrichtungen und Organisationen

1. Preis: WERTVOLL – Mädchen im Blickpunkt
Frauengesundheitszentrum FEM Süd

2. Preis: Regenbogen überm KWP
Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

3. Preis: Am Laufen(den) bleiben
Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Lernbedarf

3. Preis: Kollegiale Hilfe (KoHi) – Psychische Erste Hilfe durch KollegInnen in der Klinik Hietzing
Wiener Gesundheitsverbund – Klinik Hietzing

Kategorie: GESUND LEBEN IN CORONA-ZEITEN (Jahresschwerpunkt 2021)

1. Preis: We care!
Suchthilfe Wien

2. Preis: Sam & Rita – Corona Spezial. Corona kinderleicht erklärt
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

3. Preis: CARTOON
Medizinische Universität Wien

Gleichwertige MEDIENPREISE zum Jahresschwerpunkt (in alphabetischer Reihenfolge der PreisträgerInnen):

Burnout mit 16

Artikel von Delna Antia-Tatic, erschienen im Magazin biber

Corona – 10 Chancen der Krise

Artikel von Mag.a Sabine Stehrer, erschienen im Magazin Medizin Populär

Frauengesundheit und Corona

Sammelband vom Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele in der MA 24 – Strategische Gesundheitsversorgung der Stadt Wien

Fotogalerie

Credit: WiG/Zsolt Marton

Über Markus Golla 10105 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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