AT: Wenn Gene die Therapie bestimmen

Bessere Medikamentenverträglichkeit durch Genanalyse

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Viele Menschen profitieren von ihren medikamentösen Therapien in erwünschter Weise. Ein beträchtlicher Anteil leidet jedoch unter Nebenwirkungen oder unter einer nicht zufriedenstellenden Wirkung. Mit innovativen pharmakogenetischen Blutanalysen ist es möglich, den individuellen Therapieerfolg zu verbessern indem die Medikamentenverschreibung auf die genetischen Voraussetzungen des Patienten angepasst werden.

90 Prozent der Bevölkerung trägt gewisse Veränderungen der genetischen Information in ihren Zellen mit sich, die als Mutationen bezeichnet werden. Diese Mutationen finden sich vor allem in den Genen der Leberenzyme wieder, welche für die Aktivierung bzw. den Abbau von Wirkstoffen verantwortlich sind. Dadurch beeinflussen sie die individuelle Reaktion des Körpers auf Medikamente.

„Die Pharmakogenetik befasst sich mit dem Wechselspiel der genetischen Veranlagung und der Wirkung von Medikamenten und kann so mittels einer entsprechenden Analyse und Therapieoptimierung eine Über- und Unterdosierungen verhindern“, erklärt Prof. Dr. Markus Paulmichl, Leiter des Instituts für Personalisierte Medizin, Privatklinik Maria Hilf und Facharzt für Physiologie und Pharmakologie in Salzburg. Anhand einer Genanalyse ist es nun möglich, herauszufinden, welche Medikamente in welcher Dosierung für einen Patienten am besten geeignet sind. „Dafür wird bevorzugt eine kleine Menge Blut benötigt, die anschließend ins Labor geschickt wird“, so der Experte. Die Kenntnis über die individuelle genetische Ausstattung in Bezug auf die Medikamentenverträglichkeit ermöglicht Ärzten und Patienten, die im Bedarfsfall bestmögliche medikamentöse Therapie anzuwenden.

Wer profitiert von einer Genanalyse?

Von den 10 meistverschriebenen Medikamentenwirkstoffen werden 9 Wirkstoffe durch Genmutationen unterschiedlich metabolisiert, d.h. unterschiedlich transportiert, geblockt oder abgebaut. Genanalysen sollten insbesondere bei Personen mit chronischen Erkrankungen durchgeführt werden, die bis dato nicht optimal auf eine Therapie eingestellt werden konnten und unter Nebenwirkungen oder nicht entsprechender Wirkung der Arzneimittel leiden. Weiters sind sie ein wichtiges Instrument für Patienten die verschiedene Arzneimittel für unterschiedliche Krankheiten bekommen.

Die Berücksichtigung individuell unterschiedlicher Reaktionen auf Medikamente ist grundsätzlich für jedes medizinische Fachgebiet zu empfehlen. Besonders wertvoll erweist sich der Einsatz pharmakogenetischer Analysen u.a. im Zusammenhang mit Behandlungen in den Bereichen Kardiologie & Stoffwechsel, Schmerzen & Onkologie sowie Neurologie & Psychiatrie. Für diese Indikationsbereiche gibt es sogenannte PGx-Analyse-Pakete für die Einzelmedikationsanalyse. Wenn mehr als ein Medikament zum Einsatz kommen soll, ist immer eine Gesamtanalyse anzustreben, die zusätzlich Aufschluss über Interaktionen zwischen Medikamenten gibt.

Test liefert detaillierte Informationen

Anbieter für best-in-class genetische Blutanalysen in höchstverfügbarer Qualität für zuverlässige Diagnosen ist das international renommierte Unternehmen PharmGenetix GmbH aus Anif bei Salzburg. Das für die Analyse erforderliche Test-Kit kann direkt auf der PharmGenetix Homepage www.pharmgenetix.com oder bei einem der dort gelisteten Partner-Ärzte bestellt werden. Die Blutabnahme erfolgt beim Arzt. Die Genanalyse wird im ISO-zertifizierten Speziallabor von PharmGenetix durchgeführt. Die Befunde unterliegen höchster elektronischer Datensicherheit und der Patient bestimmt somit selbst, wer Einblick in seinen Befund nehmen darf.

Innerhalb von drei Wochen wird der Befund in ein innovatives webbasiertes Analysetool, den PGx-Optimizer, hochgeladen. Dort kann der Arzt neben der Analyse der Einzelmedikation auch mögliche Wechselwirkungen überprüfen. Zusätzlich bietet das Tool Vorschläge zur personalisierten Therapieoptimierung. „Die pharmakogenetische Analyse ist ein dauerhafter Wegbegleiter für den Patienten und sollte idealerweise vor der ersten Einnahme von Medikamenten durchgeführt werden“, so Prof. Dr. Markus Paulmichl. „Mithilfe des PGx-Optimizers kann bei jeder zukünftigen Verschreibung festgestellt werden, ob ein Patient den Wirkstoff verträgt und wie das Medikament optimal dosiert werden könnte.“

Weitere Informationen finden Sie auf www.pharmgenetix.com.

Über Markus Golla 9819 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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