AT: Welt-AML-Tag am 21. April: ExpertInnen klären über schwere Blutkrebs-Erkrankung auf

Krebs - Tumor - Onkologie
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Zusammen mit ExpertInnen und mit Unterstützung des BioPharma Unternehmens AbbVie hat die Online-Plattform selpers.com Patientenschulungen zur akuten myeloischen Leukämie (AML) entwickelt, um Betroffenen und Angehörigen den Zugang zu geprüften Informationen zu erleichtern.

„Du siehst so blass aus. Geht’s dir nicht gut?“, wird Frau R. in letzter Zeit wiederholt gefragt. Die 70-Jährige fühlt sich tatsächlich erschöpft, was für sie aber keinen Arztbesuch rechtfertigt. Auf Drängen der Familie wird sie doch beim Hausarzt vorstellig. Eine Blutuntersuchung lässt beim Mediziner die Alarmglocken läuten und nach einer weiteren Abklärung steht die Diagnose AML fest.

„Die Akute Myeloische Leukämie – kurz AML – gehört zu den sogenannten Leukämien. Sie ist eine bösartige Erkrankung der körpereigenen Blutzellen bzw. deren Vorstufen“, erklärt Univ.-Prof. Heinz Sill, vom Universitätsklinikum Graz. Sie kommt zunehmend bei älteren Menschen vor. In Österreich werden pro Jahr ungefähr 400 Fälle diagnostiziert. Die Symptome sind unspezifisch und reichen z. B. von Blässe, Abgeschlagenheit, vermehrten Blutungen bis zu Fieberschüben oder Nachtschweiß. Was genau eine AML auslöst ist noch nicht bekannt. Als Risikofaktoren gelten jedoch Rauchen oder Pestizide.

Späte Diagnose

Da, wie bei Frau R., die Symptome einer AML recht unspezifisch sind, besteht die Gefahr, dass die Krankheit erst spät diagnostiziert wird. Müdigkeit, Blässe oder Fieber werden nicht immer als bedrohlich eingestuft und so vergeht oft wertvolle Zeit, bis Betroffene ärztlichen Rat einholen. Doch unbehandelt kann die AML innerhalb kurzer Zeit tödlich enden. „Die AML ist mittlerweile gut behandelbar“, betont Univ.-Prof. Sill. Der Spezialist für die AML bietet in einer der neuen frei zugänglichen Patientenschulungen auf selpers.com einen kompakten, für Laien verständlichen, Überblick zu dieser schweren Erkrankung.

Verschieden Behandlungsmöglichkeiten

Welche Therapiemöglichkeiten AML-PatientInnen inzwischen zur Verfügung stehen und wie genau diese ablaufen, beleuchtet OÄ Dr.in Elisabeth Koller, vom Hanusch-Krankenhaus in Wien, in einer weiteren Schulung. Es gibt nämlich verschiedenste Behandlungsoptionen für AML-Erkrankte, von der Chemo- bis zur zielgerichteten Therapie. Die Behandlung wird auf den individuellen Zustand des Betroffenen abgestimmt und richtet sich nach der Intensität der Krankheit, der Dauer sowie der Schwächung des Immunsystems, erläutert die Medizinerin. „Auch für AML-PatientInnen, die nicht für eine intensive Chemotherapie geeignet sind, etwa wegen ihres höheren Lebensalters oder Begleiterkrankungen, gibt es Therapiemöglichkeiten“, unterstreicht die Expertin die jüngsten Fortschritte in der Medizin.

Die neuen Patientenschulungen sind kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar unter:
https://selpers.com/blutkrebs/aml-verstehen/
https://selpers.com/blutkrebs/aml-behandeln/

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)