AT: Volkshilfe zu Welt-Alzheimer-Tag: Neue Angebote für pflegende Angehörige

24. September 2022 | Demenz, News Österreich, Pflegende Angehörige | 0 Kommentare

Beratungsleistungen werden in allen Bundesländern ausgebaut

Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September weist Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger auf die besonderen Belastungen betreuender und pflegender Angehöriger hin. Mit neuen Angeboten will die Volkshilfe gezielt die Entlastung von Angehörigen in ganz Österreich intensivieren. Die Beratungsleistungen werden heuer in allen Bundesländern ausgebaut.

Demenzservice-Mitarbeiter*innen und Entlastungskompass

Eine Demenz bringt besondere Herausforderungen für Betroffene und Angehörige mit sich. Von Armut betroffene Menschen können sich notwendige Unterstützungen und Beratung jedoch oft nicht leisten. Seit 10 Jahren unterstützt die Volkshilfe hier mit dem „Demenzhilfefonds“ finanziell. Ein Angebot, das in der Form einzigartig in Österreich ist und durch Corona in den letzten beiden Jahren noch stärker nachgefragt wurde.

Diese finanzielle Unterstützung wird nun in allen Bundesländern durch den Ausbau von Beratungsleistungen ergänzt. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die pflegenden Angehörigen gelegt.

„Wenn sich etwa der Tag-Nacht-Rhythmus eines Menschen durch die Demenz verändert, sind auch die Angehörigen hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Ohne professionelle Unterstützung sind diese kaum zu bewältigen. Hier unterstützen wir mit dem sogenannten Entlastungskompass, ein wissenschaftlich entwickelter Gesprächsleitfaden, der die unterschiedlichen Belastungen der Pflegenden analysiert, sei es seelisch, körperlich, organisatorisch oder finanziell. In mehreren persönlichen Gesprächen mit unseren Demenzberater*innen werden dann entsprechende Entlastungsmöglichkeiten angeboten. Das reicht von konkreter finanzieller Unterstützung, bis zu professioneller Begleitung.“, erläutert Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Österreich.

Die Volkshilfe unterstützt hier mit einem neuen Netzwerk an Expert*innen. Schon bisher gab es in einigen Bundesländern ein gut ausgebautes Netz an Demenzbeauftragten. „Wir freuen uns, dass es ab heuer in allen Bundesländern Expert*innen als Anlaufstelle für Beratungen geben wird.“, so Sacher abschließend.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)