AT: Volkshilfe zu Pflegereform: Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Bewältigung der Herausforderungen

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Viele langjährige Forderungen können jetzt erfüllt werden

Bei der heute am Tag der Pflege von der Regierung angekündigten Pflegereform scheint ein wichtiger Schritt gelungen zu sein. Der Präsident der Volkshilfe Österreich Ewald Sacher stellt in einer ersten Stellungnahme fest, „dass doch viele langjährige Forderungen der Volkshilfe und anderer Sozialorganisationen aufgegriffen wurden. Das ist zweifellos ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“.

Verbesserung der Gehaltssituation

Für den Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger sind vor allem die zusätzlichen Mittel für eine Verbesserung der Gehaltssituation der Mitarbeiter*innen ein sehr positives Ergebnis. „Ich habe mich persönlich immer wieder sehr deutlich für Maßnahmen ausgesprochen, um die Gehälter strukturell und nachhaltig verbessern zu können. Diese Reform ist ein wichtiger Schritt bei der Attraktivierung der Berufe“, so Fenninger.

Ausbildung wird attraktiviert

Viele Forderungen in den letzten Jahren betrafen auch eine Entlohnung für die Zeit der Ausbildung. „Jetzt wurde der Zuschuss für die Erstausbildung und ein Pflegestipendium in Höhe von 1400 Euro für Umsteiger*innen angekündigt, auch das sehe ich als wichtigen ersten Schritt. Um die benötigen 76 000 Fachkräfte bis 2030 auszubilden wird es aber nötig sein, diese Regelung auch nach den zwei Jahren weiterzuführen“, so Fenninger.

Verbesserungen für Pflegealltag

Für die Pflegeassistenz und die Pflegefachassistenz werden die Kompetenzen erweitert, das wird den Arbeitsalltag erleichtern, auch die Nachtgutstunden werden sicher gerne angenommen. Die zusätzliche Entlastungswoche ab 43 Jahren für Alle, also ohne langjährige Berufs- und Betriebszugehörigkeit, stellt ebenfalls eine Verbesserung dar.

Unterstützung für pflegende Angehörige

Die Erhöhung des Pflegegeldes für Demenz wird viele besonders belastete pflegende Angehörige unterstützen, auch der erweiterte Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und der Angehörigenbonus ab Stufe 4 sind positiv. „Damit werden die enormen Leistungen der pflegenden Angehörigen anerkannt“, stellt Präsident Sacher fest.

„Die Volkshilfe hat ihre Expertise in den vergangenen Jahren immer wieder in diversen Gremien und Kommissionen eingebracht, passiert ist oft sehr wenig. Daher begrüßen wir diese Reform und sehen sie als Meilenstein auf dem Weg zu einer Bewältigung der enormen Herausforderungen im Pflegebereich“, so Sacher und Fenninger abschließend.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)