AT: Volkshilfe international: Tausende Frauen und Kinder werden weltweit unterstützt und gestärkt

(C). Mädchen im Flüchtlingscamp in Uganda, gehen in die Schule (C) Volkshilfe

Weltfrauentag ist immer Auftrag für konkretes Engagement

Wien (OTS) – Ausbildung, Weiterbildung, Geschlechtergleichheit, Gesundheit und Schutz vor Gewalt. In diesen Bereichen stärkt und unterstützt die Volkshilfe auf 3 Kontinenten allein seit Jahresbeginn über 3.000 Frauen und Mädchen. Zum Weltfrauentag am 8. März möchten wir einige internationale Projekte vor den Vorhang holen.

Von Syrien bis Uganda – Frauen und Mädchen leiden in vielen Ländern weltweit nach wie vor unter Benachteiligungen und sehr ungleichen Bedingungen. Mit ihren Schwerpunkten in der internationalen Zusammenarbeit und der Humanitären Hilfe setzt sich die Volkshilfe gezielt für die Verbesserung der Lebensumstände von Frauen ein.

In der Provinz Idlib etwa, wo die Volkshilfe mit ihrem lokalen Partner aktuell rund 400 Frauen berät und 120 weitere Frauen und Kinder Alphabetisierungskurse besuchen. Idlib ist eine der letzten Hochburgen der syrischen Rebellen und Heimat von 2,7 Millionen Vertriebenen aus ganz Syrien. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist groß.

Das Projekt zur Stärkung von Frauen und Kindern und zur Covid-19 Prävention wird von Nachbar in Not (NIN) gefördert, und gemeinsam mit den Partnern medico international und dem Frauenzentrum in Idlib umgesetzt. Tausende Hygienekits werden verteilt und es gibt Informationsgespräche über Hygiene und Covid-Prävention. Das Herzstück sind aber die Alphabetisierungskurse, sowie regelmäßige Kurse und Beratungen durch das Frauenzentrum in Idlib-Stadt.

Weiter südlich, in Uganda, trägt die Volkshilfe, unterstützt durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, die Qualität und den Zugang zu Schulen für Mädchen in den Flüchtlingssiedlungen im Norden des Landes zu verbessern. Die Flüchtlingssiedlung Rhinocamp beherbergt rund 150.000 südsudanesische Flüchtlinge. Die Schulen in der Region sind durch die große Anzahl an zusätzlichen Kindern völlig überlastet, die Infrastruktur desolat.

Viele Mädchen dürfen erst gar keine Schule besuchen, andere verlassen sie ohne Abschluss. Deshalb setzt sich die Volkshilfe dafür ein, dass auch Mädchen zur Schule gehen können und verbessert die Infrastruktur an 4 Volksschulen in den Flüchtlingssiedlungen. 1.800 Schülerinnen und Schüler erhalten Unterricht in Kinderrechten und Bewusstseinsbildung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und geschlechterspezifischer Gewalt. Auch Eltern und Lehrer*innen werden aktiv miteinbezogen. 20 Schulabbrecherinnen werden zudem derzeit beim Wiedereinstieg unterstützt.

Und auch in Europa ist die Volkshilfe mit langjährigen Projekten zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen von Frauen und Jugendlichen – etwa im Kosovo und Serbien mit dem Projekt SEED3, gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit – und zu Frauengesundheit, aktuell in der Ukraine, finanziert durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, wo über 700 Frauen gestärkt und weitergebildet werden, tätig.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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