AT: Volkshilfe begrüßt Anschober-Fahrplan zur Pflegereform

Sacher erfreut über Einbindung von ExpertInnen der Pflege Sacher erfreut über Einbindung von ExpertInnen der Pflege

Erich Fenninger
Herr Direktor Mag. (FH) Erich Fenninger, DSA - Foto (C): nurith wagner-strauss

Wien (OTS) – „In der heutigen Pressekonferenz hat der Gesundheitsminister einen Fahrplan für den Pflegereform-Prozess präsentiert, der das Potenzial hat, wichtige Weichenstellungen für ein zukunftsfitte Pflege- und Betreuungssystem zu sein. Wir freuen uns darüber, dass der Pflegeminister durch den digitalen Beteiligungsprozess, aber auch im weiteren Verlauf des Reformprozesses, sicherstellt, dass die Stimmen der Pflege – der beteiligten Organisationen, der Betroffenen und ihrer Angehörigen und jener Menschen, die die professionelle Pflege und Betreuung leisten, gehört werden“ reagiert Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Österreich, auf die heutige Pressekonferenz von Sozialminister Anschober. Die Volkshilfe werde sich nach besten Kräften einbringen, wenn ihre Expertise aus dem Pflege- und Betreuungsalltag gefragt ist, sichert Sacher zu.****

Sacher zeigte sich nicht nur anerkennend über die präsentierte Struktur der Reform, sondern bekräftigt den Gesundheitsminister in dem Ziel, die Verschränkung zwischen den Planungen von Bund, Länder und Gemeinden anzugehen. „Eine gute und sichere Versorgung im Alter darf nicht vom Wohnort abhängig sein. Sowohl für Quantität als auch für Qualität der Pflege und Versorgung braucht es österreichweit gültige Standards auf die sich die Pflegedürftigen und ihre Angehörigen verlassen können. Wenn es bei der Pflegereform darum gehen soll, das Leben Pflegedürftiger Menschen jetzt und in Zukunft abzusichern, braucht es einen Rechtsanspruch auf die beste Pflege und Betreuung – und das österreichweit“, so Sacher weiter.

Neue Wege in der Pflege brauchen finanzielle Basis
Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich unterstrich im Zusammenhang mit der Pflegereform die Notwendigkeit, die Reformvorhaben auch mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten. „Der digitale Beteiligungsprozess, dessen Ergebnisse heute präsentiert wurden, zeigt: viele Ideen und Konzepte liegen am Tisch. Unsere Pflegekräfte sind ausgezeichnet ausgebildet, vieles können wir jedoch im Moment nicht einsetzen, weil die Ressourcen fehlen. Die neuen Wege, die mit der Pflegereform gegangen werden könnten, müssen auch auf eine breite finanzielle – und insbesondere solidarische Basis gestellt werden“, so Fenninger abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen