AT: Volksanwalt Kräuter: „Menschenwürdige Pflege ist gesamtstaatliche Verantwortung“

Mittel des 350 Mio Euro schweren Pflegefonds an Qualitätskriterien binden

(C) Volksanwaltschaft / Gabriele Moser

Wien (OTS) – Volksanwalt Günther Kräuter appelliert angesichts der von Expertenkommissionen bei unangekündigten Besuchen festgestellten Missstände in Alten- und Pflegeheimen an die gesamtstaatliche Verantwortung von Bund und Ländern.

Kräuter: „Eine menschenwürdige Betreuung hochbetagter, häufig an Demenz erkrankter Menschen muss in allen Bundesländern gesichert werden. Die Volksanwaltschaft fordert zumutbare Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal, eine Attraktivierung der Pflegeberufe generell und einheitliche Qualitätskriterien für Einrichtungen.“

Die Mittel des mit 350 Millionen Euro dotierten Pflegefonds müssen an Qualitätskriterien wie Mindeststandards, Personalqualifikation und Infrastruktur geknüpft werden, so Kräuter.

„Ich ersuche eindringlich, diesem gesellschaftspolitisch so wichtigem Thema größtmögliche Beachtung zu schenken. Es ist innerhalb von zwei Jahrzehnten mit einer Verdoppelung multimorbider, intensiv pflegebedürftiger Personen zu rechnen“, so Volksanwalt Günther Kräuter abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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