AT: Verkehrsverbund Tirol hilft helfen – Aktion gegen Gewalt an Frauen

Fotocredit:VVT

In Österreich ist jede 5. Frau von Gewalt durch Männer betroffen. 28 Femizide erschütterten allein in diesem Jahr das Land, zwei weitere werden vermutet.

Um betroffenen Frauen und Mädchen zu helfen, startet der Verkehrsverbund Tirol eine besondere Aktion: Alle Haltestellen und viele Busse werden ab sofort zum Träger einer lebensrettenden Nachricht.

Der Verkehrsverbund Tirol nützt ab heute sein landesweites Netz an digitalen Haltestellen-Anzeigen und Bussen, um die kostenlose und anonyme Telefonnummer der „Frauenhelpline gegen Gewalt“ bekannt zu machen. Hier erhalten Frauen und Mädchen, die von körperlicher oder psychischer Männergewalt betroffen oder bedroht sind, aber auch Personen aus ihrem Umfeld, Rat und Hilfe. Eine wichtige Telefonnummer, die auch Leben retten kann. Bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, werden im gesamten Bundesland regelmäßig Texte wie „Er darf dir nicht wehtun! Lass dir helfen: 0800 222 555 Frauenhelpline gegen Gewalt“ auf Bussen und Haltestellen geschalten.

Der Verkehrsverbund Tirol erreicht tagtäglich tausende Menschen im ganzen Land – eine große Chance, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und den Betroffenen einen einfachen Weg zur Hilfe aufzuzeigen.

Birgit Schmoltner, Leiterin der Unternehmenskommunikation beim VVT: „Wir unterstützen die Aktionstage gegen Gewalt an Frauen und es ist uns wichtig, ein starkes Zeichen zu setzen. Allen Frauen und Mädchen da draußen möchten wir sagen: Jeder Bus und jede Haltestelle mit dieser Botschaft ist euch gewidmet – ihr seid nicht allein, es gibt Hilfe.“

Aufgerufen wird auch die Bevölkerung, Bilder der Telefonnummer auf Bussen und Haltestellen in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #GegenGewaltAnFrauen zu teilen, damit die Helpline noch bekannter wird.

Text auf Bussen und Haltestellen:
Er darf dir nicht weh tun!
Lass dir helfen:
0800 222 555
Frauenhelpline gegen Gewalt

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)