AT: Universitätsklinikum St. Pölten: Orange the World: Wir geben Hilfe, Schutz und Datum: 29. Dezember 2013 Unterstützung

Interdisziplinäre Teams der Opferschutzgruppe

ST. PÖLTEN – „Orange the World“ ist eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Diese weltweite Aktion findet jährlich zwischen 25. November, dem “Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen”, und 10. Dezember, dem “Internationalen Tag der Menschenrechte”, statt. Auch das Universitätsklinikum St. Pölten beteiligt sich an dieser Aktion und wird in diesem Zeitraum orange beleuchtet. Als weiteres Signal soll durch das Tragen orangefarbener Masken auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht werden.

Die WHO benennt Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken weltweit und sie zählt zu einer der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. In Österreich erfährt jede fünfte Frau ab 15 Jahren psychische, physische und/oder sexuelle Gewalt. Seit dem Ausbruch von COVID-19 zeichnet sich weltweit ein Anstieg häuslicher Gewalt ab.

Als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und zur Enttabuisierung des Themas erstrahlen 16 Tage lang viele Gebäude in Orange. Auch das Universitätsklinikum St. Pölten ist beleuchtet und viele MitarbeiterInnen tragen als Zeichen der Unterstützung orangefarbene Masken.

„Das Tragen orangefarbener Masken soll ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt setzen. Die niederschwelligen Hilfsangebote, wie zum Beispiel die Arbeit der Opferschutzgruppe im Universitätsklinikum, sollen betroffene Frauen dabei unterstützen, Veränderungsmotivation aufzubauen und erste therapeutische Schritte zu setzen“, betont Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Der Opferschutz im Universitätsklinikum St. Pölten ist seit der verpflichtenden Einführung im Jahr 2011 etabliert und betreut Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Das Team setzt sich aus AnsprechpartnerInnen verschiedenster Disziplinen zusammen. Die notwendigen Schritte reichen neben der medizinischen Versorgung und psychosozialen Betreuung von einer Anzeige bei der Polizei, über lösungsorientierte Beratung bis hin zur Kontaktaufnahme externer Stellen, auf Wunsch der Betroffenen.

Die Opferschutzgruppe im Universitätsklinikum St. Pölten ist nach wie vor aktiv, auch wenn die Arbeit durch COVID-19 deutlich erschwert wird. Das wichtigste Ziel der Opferschutzgruppe ist die Sensibilisierung aller MitarbeiterInnen auf das Thema Gewalt. Besteht bei PatientInnen der Verdacht auf Gewalt, kann jede/r Mitarbeiter/in diesen Verdacht aktiv ansprechen, medizinische Soforthilfe bieten und der/dem Betroffenen Informationsmaterial über externe Hilfseinrichtungen anbieten.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)