AT: Universität UMIT TIROL startet im Herbst akademische Ausbildung zum Legasthenie-Therapeuten

(C) UMIT

Einmal mehr startet das Zentrum für Lernen und Lernstörungen der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL im Herbst 2021 die qualitativ hochwertige Ausbildung zum akademischen Legasthenie-Therapeuten.

„Pisa-Ergebnisse zeigen, dass bis zu 20 Prozent der Schüler eine Lernschwäche mit allen negativen Konsequenzen im schulischen Alltag haben. Gerade durch das Corona-bedingte Homeschooling beobachten viele Eltern Lücken und Probleme ihrer Kinder beim Lernen jetzt viel schneller und suchen Therapiemöglichkeiten, mit deren Hilfe man die vorhandenen Defizite verringern kann. Das hat dazu geführt, dass der Bedarf an Legasthenie-Therapeuten in den vergangenen Monaten massiv gestiegen ist. Deshalb starten wir im Herbst 2021 am Zentrum für Lernen und Lernstörungen wieder eine berufsbegleitende akademische Ausbildung zum Legasthenie-Therapeuten“, sagt Univ.-Doz. Dr. Silvia Pixner, die das Lernzentrum der Universität UMIT TIROL leitet.

Ziel des viersemestrigen berufsbegleitenden Universitätslehrganges „Ausbildung zum Akademischen Legasthenie-Therapeuten bzw. Akademischen Therapeuten für Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten“ ist die Qualifizierung der Absolventen für die Arbeit mit Kindern, welche besondere Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache haben. Die Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist neben der Rechenstörung eine der häufigsten spezifischen Entwicklungsstörungen im Schulalter. Die Ausrichtung des Universitätslehrganges setzt gleichwertig auf eine wissenschaftliche Grundausbildung und berufsbezogene Praxisorientierung. Die Ausbildung fokussiert auf der kombinierten Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen, um eine größtmögliche Effektivität und Nachhaltigkeit der Interventionseffekte gewährleisten zu können.

Die Ausbildung zum Legasthenie-Therapeuten an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL richtet sich an interessierte Personen aus unterschiedlichen Berufsgruppen, die mit Kindern und Jugendlichen mit Legasthenie arbeiten oder in Zukunft arbeiten möchten. Besonders werden dabei Personen aus qualifizierten, thematisch nahen Gesundheitsberufen, wie Ärzte, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten und Personen mit pädagogisch-didaktischer Grundausbildung angesprochen.

Der inhaltliche Aufbau des viersemestrigen Lehrganges ist so gestaltet, dass die Absolventen am Ende der Ausbildung die theoretischen Kenntnisse im Umgang mit Kindern mit Lese- Rechtschreibschwäche auch tatsächlich in die Praxis umsetzen können. Die neun Themenbereiche der theoretischen Ausbildung werden in drei Semestern (Freitag am Nachmittag/Samstag ganztägig einmal pro Monat) vermittelt. Parallel dazu findet die praktische Ausbildung statt, welche 20 Einheiten Hospitation, 50 Einheiten Supervision in Kleingruppen und die selbstständige Behandlung von zumindest drei Fällen zu je 40 Förderstunden beinhaltet. Nach Theorie und Praxis kann eine kommissionelle Prüfung zum Legasthenie-Therapeuten abgelegt werden.

Für die Ausbildung konnte die Universität UMIT TIROL hochqualifizierte, namhafte Dozenten als Vortragende gewinnen, welche intensiv in der Legasthenie-Forschung tätig sind. Die Ausbildung orientiert sich  an den Richtlinien des Deutschen Bundesverbandes für Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL). Die Lehrgangskosten für die theoretische Ausbildung, zehn videobasierte Hospitationen und die Supervision betragen 1.250.— Euro pro Semester.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen