AT: Universitätsklinikum St. Pölten: 70 Jahre Blutbank

v.l.n.r. Organisationsleitung der Blutbank St. Pölten Maria Gwiss und Rudolf Köck, Med. Geschäftsführer der NÖ-Landeskliniken Holding Dr. Markus Klamminger, Leitung der Klinischen Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Hörmann, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Medizinischer Leiter der Blutbank OA Dr. Helmut Krucher, Klinikleitung des Universitätsklinikums St. Pölten Kaufmännischer Direktor Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Pflegedirektorin PhDr. Michaela Gansch, MSc und Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Gamsjäger, MSc

ST. PÖLTEN – Die Blutbank am Universitätsklinikum St. Pölten ist eines der modernsten Transfusionsmedizinischen Zentren Österreichs und erfüllt im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige Aufgaben. Vor kurzem wurde im Rahmen einer Festveranstaltung mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf das 70-jährige Bestehen gefeiert.

„Die erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten hat in den NÖ Landes- und Universitätskliniken oberste Priorität. Blutspenderinnen und Blutspender leisten hier einen wichtigen Beitrag, da viele Operationen nur möglich sind, wenn ausreichend Blutkonserven vorhanden sind. Durch eine hohe Anzahl von Blutkonserven können auch bei serologischen Problemfällen ausreichend geeignete Blutkonserven bereitgestellt werden. Das engagierte Team der Blutbank organisiert jährlich niederösterreichweit bis zu 195 Blutspendeaktionen. Dafür und auch für den täglichen Einsatz der Blutbank-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zum Wohl der Patientinnen und Patienten möchte ich mich herzlich bedanken“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl- Leitner.

„Blutspender sind Lebensretter! Für unsere NÖ Universitäts- und Landeskliniken ist es besonders wichtig, ausreichend Spenderblut zur Verfügung zu haben, da es keinen künstlichen Ersatz für Blut gibt und viele Patientinnen und Patienten auf eine Blutspende angewiesen sind“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Deshalb hat die NÖ Landeskliniken-Holding mit ihren beiden Blutbanken in St. Pölten und Mistelbach auch heuer wieder eine Aktion gestartet und ruft zum Blutspenden auf, um auch für die Sommermonate gerüstet zu sein. Denn: 10 Minuten retten bis zu drei Leben!

  • Von 1. Juni bis 30. Juni finden rund 30 Blutspendeaktionen statt. In den Blutbanken kann

    täglich außer Samstag, Sonntag und Feiertag Blut gespendet werden.

  • Als zusätzlicher Anreiz wartet auf jeden Blutspender ein besonderes Sommergeschenk:

    eine wasserfeste Handyhülle.
    Alle Blutspendetermine finden Sie auch auf www.blutbank.at

 

Mit 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird an der Blutbank nicht nur die Produktion und T estung von Blutprodukten durchgeführt, sondern auch blutgruppenserologische Untersuchungen für die Patientinnen und Patienten des Universitätsklinikums St. Pölten und für externe Einsender.

Für die freiwillige Blutspende stehen vier und für die Thrombozytenspende zwei Abnahmeplätze zur Verfügung. Die Haltbarkeit von Blutkonserven beträgt 42 Tage. Für alle Spenderinnen und Spender der Blutbank St. Pölten kann eine Blutspende unter optimalen Bedingungen und auf höchstem Niveau garantiert werden. Neben der Infektionstestung von Blutprodukten gehören auch die Laboruntersuchungen der Empfängerin bzw. des Empfängers, die vor einer Bluttransfusion durchgeführt werden, zu den wichtigen Aufgaben der Transfusionsmedizin. Die Blutgruppe der Patientin bzw. des Patienten wird bestimmt und der Antikörperstatus erhoben. Für einige Patientinnen und Patienten müssen aufgrund dieser Untersuchungen speziell geeignete Blutkonserven gesucht und bereitgestellt werden. Durch die Kreuzprobe wird die Verträglichkeit dieser Blutkonserven sichergestellt.

1949 wurden im Krankenhaus St. Pölten die ersten Bluttransfusionen durchgeführt. Die Blutabnahme erfolgte damals in Glastrichtern und Glasröhrchen. Damit war eine direkte Übertragung vom Blutspender zum Patienten gegeben. Der jährliche Bedarf zu dieser Zeit lag in etwa bei 70 Blutkonserven. Erste Glasflaschen als Blutbehälter wurden ab 1953 verwendet. Ab 1961 gab es erstmals Blutbeutel für die Abnahme von Blutkonserven. Durch den hohen Anstieg des Konservenverbrauchs ab den 1960er Jahren (bis 700 Stück pro Jahr) wurde damit begonnen, externe Blutspendeaktionen zu organisieren.

In dieser Zeit bekam die Blutbank den ersten Blutspendebus und ihre eigenen Räumlichkeiten in einem Kellergeschoss des Spitals. Im Jahr 2011 wurde die Blutbank neu errichtet und ist heute eine der modernsten in Österreich mit einem überregionalen Versorgungsauftrag für andere Universitäts- und Landeskliniken. Im Jahr 2018 wurden in der Blutbank am Universitätsklinikum St. Pölten insgesamt 19.491 Blutkonserven und 433 Thrombozytenkonzentrate produziert.

Markus Golla
Über Markus Golla 7383 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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