AT: UNECE Ministerconference on Ageing 19.-22.9.2017 Lissabon

(C) Grüne

Bei dem großen Treffen des NGO-Forums zum Thema Alter(n) wurde eine gemeinsame Deklaration verabschiedet, die sich den 3 Hauptthemen widmete:

Das Potential des Alters erkennen und nützen. Den Wert der Erfahrung als Nutzen für die Gesellschaft wahrnehmen. Ökonomie, Familien und die Öffentlichkeit können davon profitieren.

Gemeinsam für die Möglichkeit, länger im Arbeitsleben zu bleiben. Schaffung der Wahlfreiheit des Übergangs vom Erwerbsleben in eine gesicherte Altersversorgung statt starrer Regelungen.

Dem Alter Respekt und Anerkennung sichern. Gegen Altersdiskriminierung auftreten, Bekämpfung des Gender Pay Gap und dem darauf folgenden Gender Pension Gap.

Die umfangreiche Deklaration wurde in der zweitägigen, angeschlossenen MinisterInnenkonferenz diskutiert und verabschiedet.

Aus dem Policy Brief Nr. 19 UNECE Eine nachhaltige Gesellschaft für jedes Alter

Vorgeschlagene Strategien

Ein altersintegrierter Ansatz, der Übergänge zwischen Bildungsphasen, Arbeit, Fürsorge und Freizeit erleichtert und die Möglichkeit, sie exklusiv über den Lebenskurs zu kombinieren, wird empfohlen. Dies würde zur Verwirklichung der Potenziale eines längeren Lebens beitragen und gleichzeitig persönliche Risiken und soziale Ungleichheiten verringern. Kollaborative Aktionen und von Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Staat sind notwendig, um die Potenziale des Lebens länger zu realisieren:

  • Um das Potenzial von gesunden Lebensjahren zu verwirklichen, muss mehr Aufmerksamkeit auf die Gesundheitsförderung und die Prävention von Krankheiten während des gesamten Lebensverlaufs gelegt werden, um gesundheitliche Ungleichheiten anzugehen und altersgerechte und unterstützende Umgebungen zu schaffen.
  • Um das Potenzial eines längeren Arbeitslebens zu verwirklichen, muss das lebenslange Lernen gefördert werden. Unterstützung der Arbeitenden in verschiedenen Stadien (Übergänge) des Lebenslaufes ist notwendig, um die Arbeitslosigkeit zu verhindern. Sensibilisierungskampagnen und andere Maßnahmen sind gefordert, um Altersdiskriminierung im Arbeitsleben zu bekämpfen und altersbedingte Missverständnisse zu zerstreuen, die Gruppen von MitarbeiterInnen oder Arbeitsuchenden benachteiligen.
  • Um das Potenzial der „Silberökonomie“ zu verwirklichen, müssen die Bedürfnisse und Vorlieben älterer Menschen besser verstanden werden. Ältere Menschen sollten an der Gestaltung, Prüfung und Bewertung neuer Technologien, Produkte und Dienstleistungen beteiligt sein, um ihre Relevanz zu gewährleisten.
  • Um das Potenzial der Freiwilligentätigkeit und der informellen Betreuung und Pflegearbeit zu verwirklichen, empfiehlt es sich, die Anerkennung des freiwilligen Beitrags zu fördern und die Freiwilligentätigkeit, das zivile Engagement und die Pflege während des gesamten Lebenslaufs zu erleichtern. Flexible Übergänge und gleichzeitige Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege oder Freiwilligenarbeit müssen gefördert werden und die Risiken, die mit der Teilzeitarbeit oder der Zeit der Beschäftigung verbunden sind, müssen reduziert werden.

Erwartete Ergebnisse

Die Möglichkeiten der Langlebigkeit werden besser verwirklicht werden, wenn die Menschen in der Lage sind, gesündere Lebensstile zu führen und die Behandlung und Pflege zu erhalten, die sie benötigen. Die Möglichkeiten für lebenslanges Lernen und Ausbildungsmöglichkeiten müssen ausgebaut werden, um länger aktiv zu bleiben, sich freiwillig engagieren und ihren Familien Pflege und Unterstützung bieten zu können über den gesamten Lebenslauf.

Mit guten Praxisbeispielen aus:

Österreich, Kanada, Zypern, Finnland, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, die Russische Föderation und das Vereinigte Königreich.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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