AT: Thema Psyche: Belastung, Überlastung, chronische Überlastung – großes Interesse am Kongress im Lebens.Resort Ottenschlag

Stv. Pflegedienstleiterin Lisa Schwingenschlögl, MSc, Prokuristin Dr. Christina Lohninger, Mag. Verena Kolm, Mag. Renate Lipp, Stv. Ärztliche Leiterin Dr. Sigrid Ruth, Sylvia Waldschütz, Sonja Baumgartner, Pflegedienstleiter Jürgen Friedl, MSc

Beim Kongress „Pflege im Dialog“ am 5. Oktober 2019 wurde die Auswirkung von Überlastung im beruflichen Bereich, im Speziellen im Pflegebereich, beleuchtet. Die Fortbildungsveranstaltung für Pflegekräfte war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

„Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen sind immer wieder von Be- oder sogar Überlastung betroffen. Aus diesem Grund haben wir uns heuer für das Thema Psyche, den richtigen Umgang mit Be- und Überlastung sowie die Prävention entschieden.“, so der Vorsitzende der Veranstaltung, Pflegedienstleiter DGKP Jürgen Friedl, MSc. Renommierte Referenten präsentierten wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungsberichte sowie Möglichkeiten im richtigen Umgang mit der eigenen Psyche.

Beim Mittagessen und während der Pausen wurden die Teilnehmer mit xunden Köstlichkeiten, zubereitet aus regionalen und vorwiegend biologischen Produkten des „Ökologischen Kreislaufs Moorbad Harbach“, verwöhnt.

Das waren die Vorträge beim Kongress „Pflege im Dialog“:

Dr. Sigrid Ruth (stv. Ärztliche Leiterin im Lebens.Resort Ottenschlag) referierte über Gesundheitsvorsorge im Wandel der Zeit. Mit dem neuen Kur-Programm Gesundheitsvorsorge Aktiv wurde ein Angebot geschaffen, in dessen Rahmen man sich mit der eigenen Gesundheit gezielt auseinandersetzen kann. „Großen Wert legen wir in unserem Haus darauf, dass die Patienten das, was sie während des 3-wöchigen „Gesundheitsvorsorge Aktiv“-Aufenthaltes kennen lernen auch zu Hause fortführen können. Der Patient selbst soll lernen und spüren, dass er/sie durch einen gesunden Lebensstil das körperliche und auch das psychische Wohlbefinden steigern kann.“, so Dr. Sigrid Ruth.

Mag. Verena Kolm (Klinische und Gesundheitspsychologin) beantwortete in ihrem Beitrag Be- bzw. Überlastung – was ist (noch) gesund, was macht krank bis zu welchen Punkt sich Belastungen mit der Gesundheit vereinbaren lassen und was krank machen kann. Der Umgang mit Belastung bzw. Stress stellt einen wichtigen Beitrag für einen gesunden Lebensstil dar.

Sylvia Waldschütz, MSc (Pflegepädagogin) widmete sich in ihrem Vortrag der Deeskalation. Einrichtungen, welche für Pflege, Betreuung und Fürsorge stehen, seien mitunter Orte, in denen Aggression und Gewalt vokommen, so Waldschütz. Der Begriff Deeskalation bedeutet stufenweise Verringerung und Abschwächung eingesetzter Mittel und wird in Zusammenhang mit Aggressionsmanagement und Gewaltprävention verwendet. „Damit die im Gesundheitswesen Tätigen langfristig gesund bleiben können, braucht es Fort-, Weiter- und Ausbildungen zum Thema Aggressionsmanagement.“, so Sylvia Waldschütz in ihrem Vortrag.

Mag. Renate Lipp (Klinische, Gesundheits- und Arbeitspsychologin) schaffte in ihrem Vortrag Auswirkungen von Überlastung im beruflichen Bereich/Pflegebereich Bewusstsein für die Bedeutung der Psychohygiene, um nicht aufgrund von Stress und Belastung in ein Burnout zu schlittern. Um diesem vorzubeugen sei es wichtig, mögliche Stressfaktoren für sich selbst zu identifizieren und entgegen zu steuern, so Mag. Lipp. Claudia Koska-Winkler (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Dipl. Aromatologin) ging in ihrem Vortrag Aromapflege zur Stressreduktion auf die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten von ätherischen Ölen ein. Unterschiedlichste Düfte können Stress lindern oder auch vermeiden.

Sonja Baumgartner (Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin im Lebens.Resort Ottenschlag) berichtete über den praktischen Einsatz der Aromapflege im Lebens.Resort Ottenschlag. „Im Lebens.Resort Ottenschlag wenden wir die Aromapflege in Form von Dufttupfern, als Einreibungen und zur Raum-Beduftung in den Ambulanzräumen an.“, erklärt Sonja Baumgartner in ihrem Vortrag.

„Singe, bis deine Seele Flügel bekommt“ Musiktherapie im Lebens.Resort Ottenschlag war der Titel von DI Maria Estella Dürnecker, BA, BSc (Musiktherapeutin im Lebens.Resort Ottenschlag). Sie vermittelte die therapeutischen Zugänge von Musiktherapie im Rahmen der 6-wöchigen Rehabilitation für psychosoziale Gesundheit. Die Teilnehmer waren dazu eingeladen, selbst mitzumachen, um die Wirkung von Musik am eigenen Leib zu spüren.

Über das Lebens.Resort Ottenschlag

Die Kernkompetenzen des Lebens.Resort Ottenschlag liegen im Bereich Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen (Burnout, Depressionen), Stoffwechsel-Rehabilitation (Diabetes mellitus, Adipositas) sowie Gesundheitsvorsorge Aktiv. Wesentlich bei allen drei Schwerpunkten ist die Verbesserung des Lebensstils in den Bereichen mentale Gesundheit, Ernährung und Bewegung.

Das Lebens.Resort Ottenschlag ist Partner der österreichischen Sozialversicherungen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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