AT: Teilhabe? Ergotherapie macht’s möglich!

2. Dezember 2020 | Covid19, News Österreich | 0 Kommentare

Ergotherapie Austria, Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs betont anlässlich des morgigen „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung“, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung die Teilhabe an allen Lebensbereichen ermöglicht werden muss!

Welchen wichtigen Beitrag Ergotherapeut*innen hierbei leisten können, skizziert eine Ergotherapeutin aus Wien mit einem eindrücklichen Beispiel für eine Teilhabe am Alltag: „Die ersten Runden mit dem Therapierad waren sowohl für meine sechzehnjährige Klientin als auch für mich nervenaufreibend und schweißtreibend. Die anderen Kinder, die im gleichen Innenhof ihre Runden auf Roller oder Fahrrad gedreht haben, waren der stärkste Antrieb – für uns beide! – weiterzuarbeiten. Das strahlende Gesicht und die verhältnismäßig große Autonomie, mit der die junge Frau inzwischen neue Gegenden erschließt und die Freude, mit der sie am Leben in unserem Viertel teilnimmt, zeigen mir eindrücklich, wie wichtig es ist, in der Ergotherapie die Möglichkeit zur Teilhabe ganz klar in den Fokus zu rücken.“

Der individuelle, betätigungsorientierte und klientenzentrierte Ansatz der Ergotherapie hat immer die Handlungsfähigkeit des Menschen in all seinen Lebensbereichen zum Ziel. Ebenso stellt die Befähigung zur Teilhabe am Leben einen wesentlichen Teil ergotherapeutischer Intervention dar und entspricht dahingehend auch einer wesentlichen Forderung des „Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“. Oder mit den Worten des deutschen Aktivisten für Inklusion und Barrierefreiheit Raul Krauthausen ausgedrückt: „Ergos sind eine Art Mac Gyver, die erfinderisch versuchen, das Individuum in die Lage zu versetzen, teilzuhaben“.

Ergotherapeutische Behandlung weiterhin für alle Zielgruppen möglich!

Als Anbieter*innen von Gesundheitsdienstleistungen sind Ergotherapeut*innen von den Beschränkungen durch die aktuelle COVID-19-Notmaßnahmenverordnung ausgenommen. Ergotherapeut*innen arbeiten sowohl in der freien Praxis als auch im institutionellen Bereich unter Einhaltung der entsprechenden Hygienemaßnahmen und Handlungsempfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz mit ihren Patient*innen/Klient*innen weiter. Lassen Sie sich also bitte nicht verunsichern und nehmen Sie weiterhin für sich, Ihre Kinder oder Angehörigen die Ergotherapie als wichtige Leistung für die Gesundheit in Anspruch!

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)