AT: Tag der pflegenden Angehörigen – SPÖ will Pflegeservicestellen und Anspruch auf Pflegekarenz

Sandler: „Dürfen Angehörige mit Herausforderungen und Sorgen nicht alleine lassen“

(C) SPÖ

Wien (OTS/SK) – „Im Jahr 2050 wird es in Österreich geschätzt 750.000 zu pflegende Menschen geben. Wir müssen deshalb die Pflege nachhaltig absichern. Wir wollen Wahlfreiheit für Familien, welche Form der Betreuung gewählt wird, und wir wollen Verbesserungen für pflegende Angehörige“, sagt SPÖ-Familiensprecherin Birgit Sandler. Die SPÖ will einen Pflegegarantiefonds, aus dem die mobile und stationäre Pflege finanziert wird. „Und wir wollen mehr Unterstützung für die Angehörigen. Zum großen Teil betrifft das Frauen, denn pflegende Angehörige sind heute zu 80 Prozent Frauen. Sie dürfen wir mit den Herausforderungen und Sorgen im Pflegefall nicht allein lassen“, so Sandler. ****

Die SPÖ will deshalb Pflege-Servicestellen in ganz Österreich, die eine Anlaufstelle für alle Angelegenheiten in Sachen Pflege sind – inkl. Unterstützung und Abwicklung der Behördenwege. „Die Pflegeservice-Stelle unterstützt Betroffene und Angehörige bei einem Pflegefall, hilft rasch und unbürokratisch auf jedem Schritt des Weges, solange die Pflege dauert.“

Eine gute Pflege, die auch für die Angehörigen bewältigbar ist, darf keine Frage der Geldbörse sein. „Wir wollen eine staatliche Pflegegarantie: Der Staat übernimmt alle Kosten für die mobile Pflege oder die Pflege im Pflegeheim. Wir wollen volle Wahlfreiheit für die Familien, frei von finanziellen Sorgen.“

Dort, wo Angehörige pflegen, braucht es auch bessere Bedingungen. „Pflegende Angehörige sollen einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz und/oder Pflegeteilzeit haben“, fordert Sandler.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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