AT: Süßer Honig aus der Stadt

Stadtimker Roland Koppensteiner auf dem Dach des Hauses Augarten. (C) KWP

Alfred Czerny und Herta Moricz wohnen im Haus Augarten, eines von 30 Häusern zum Leben des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser. Der blumige Garten des Hauses im 2. Bezirk und auch der eigene Zugang zum 52,2 Hektar großen Augarten sind Vorzüge, die beide besonders genießen. „Von Frühjahr bis Herbst sind wir umgeben von bunten Blumen und grünen Bäumen. Das tut uns sehr gut“, erzählt die lebensfrohe Pensionistin. Aber nicht nur sie profitieren von der Grünoase mitten in der Stadt. Im Frühjahr sind auf das Dach des Hauses Tausende neue BewohnerInnen gezogen – Honigbienen von Hobby-Imker Roland Koppensteiner. Ein erfahrener Stadtimker, der sich vor 5 Jahren neben seinem Hauptberuf als Unternehmensberater hobbymäßig der Imkerei verschrieben hat. Seither kümmert er sich um mehrere Bienenstöcke mitten in Wien und produziert den „schlawiener-honig.“

Bewohner Alfred Czerny erinnert sich an früher: „Ich habe als junger Mann auch geimkert. Unter der Woche war ich auf der Uni und am Wochenende habe ich meine Bienenvölker in unserem großen Garten auf dem Land versorgt.“ So kennen es wohl die meisten, dass Bienen hauptsächlich auf dem Land leben. Aber das hat sich die letzten Jahrzehnte über verändert. Der Trend geht in Richtung Stadtimkerei. Koppensteiner erklärt, warum: „In der Stadt gibt es eine höhere Vielfalt an Blüten, beispielsweise in öffentlichen Parks oder privaten Gärten, und dies über einen längeren Zeitraum. Gegenüber den Monokultur-Flächen auf dem Land ist das weitaus bienenfreundlicher.“

Inzwischen leben drei Bienenvölker mit je 50.000 Honigbienen auf dem Dach des Pensionisten-Wohnhauses im 2. Bezirk. Aber auch im Haus Wienerberg, im Haus Rosenberg und im Haus Haus Hohe Warte werden mehrere Bienenstöcke bewirtschaftet. In der Hochsaison im Juni produziert jedes Bienenvolk bis zu 40 kg Honig. Gesamt sind das mehrere hundert Kilogramm. Dieser wird ab Herbst 2019 auf den Markt.Plätzen der Häuser zum Leben zu kaufen sein. Und wie schmeckt der Wiener Stadthonig? Moricz und Czerny haben ihn gekostet und sind sich einig: „Der zergeht richtig auf der Zunge und ist unaufdringlich im Geschmack. Sehr fein! Wir freuen uns schon auf den Honig von unseren ‚Hausbienen‘.“

www.schlawiener-honig.at

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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