AT: Studierende der UMIT TIROL entwickeln Infos zum richtigen Tragen von Mund-Nasenschutz

Auf einem Plakat gedacht für Kindergarten- und Volksschulkinder veranschaulichen Teddybären das richtige Tragen von Schutzmasken.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Kombistudiums Pflege der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL haben Pflegewissenschaftler der Universität gemeinsam mit Studierenden das Thema Maskenpflicht aufgegriffen und im Forschungsprojekt „MASKS“ das Trageverhalten von Mund-Nasenschutzmasken in der Bevölkerung untersucht und zielgruppenorientierte Informationen für das richtige Tragen von Schutzmasken entwickelt.

Auf einem Plakat gedacht für Kindergarten- und Volksschulkinder veranschaulichen Teddybären das richtige Tragen von Schutzmasken.

Klare Defizite bei der richtigen Handhabung von Schutzmasken
Ziel des Projektes war es  zu untersuchen, wie die Bevölkerung den Mund-Nasenschutz verwendet und welche Fehler beim Tragen gemacht werden. Dazu wurde bei 500 Personen die Verwendung der Masken vor dem Betreten von Geschäftslokalen in Tirol und Vorarlberg beobachtet. Die Auswertung der gesammelten Daten zeigte klare Defizite bei der richtigen Handhabung von Schutzmasken auf. „Die Erkenntnisse waren, dass häufig hygienische Fehler bei der Verwendung von Schutzmasken gemacht werden. So berührten viele der Benutzer die Maske wiederholt im Nasen-Mund-Bereich, wodurch die Verbreitung der Viren von der Maske auf die Hände stattfinden kann. Fast ein Drittel trägt die Maske über einen längeren Zeitraum unter dem Kinn oder unterhalb der Nase, ein Umstand, der eine Verbreitung des Virus eher unterstützt als eindämmt. Ebenfalls aufgefallen ist, dass nur wenige Personen darauf geachtet haben, beim Anziehen der Maske nur die Seitenbänder zu berühren“, fassten die Pflegewissenschaftler Jan Kellerer, MScN und Matthias Rohringer, MSc die Ergebnisse der Studie zusammen.

Auf Basis dieser Ergebnisse zeigte sich klar, dass ein erhöhter Informationsbedarf zur richtigen Handhabung von Schutzmasken besteht. Die Studierenden des Kombistudiums Pflege der Privatuniversität UMIT TIROL haben sich deshalb auch Gedanken gemacht, wie die Bevölkerung zielgruppenorientiert darüber informiert werden kann. „Bei der Entwicklung von Informationsmaterialen über die richtige Handhabung von Schutzmasken ließen unsere Studierenden ihrer Kreativität vollen Lauf und kreierten für die unterschiedlichsten Altersgruppen einfache, ansprechende Infos“, freuten sich Kellerer und Rohringer.

Infos über richtiges Tragen werden über Plakat, Gedicht, Kreuzworträtsel und Film transportiert
So hat die Studentin Sophia Ehrenreich für Volksschulen und Kindergärten ein Plakat entwickelt, das die korrekte Anwendung von Mund-Nasen-Schutzmasken in anschaulichen und einfach verständlichen Schritten bildhaft darstellt. Die Studentin Sabrina Lichtmannegger verfasste ein „Gedicht zum verdeckten Gesicht“, das für die Veröffentlichung in Printmedien und hier vor allem für die Gruppe der älteren Generation gedacht ist. Hier werden mit viel sprachlichem Witz die Dos und Don’ts im Gebrauch der Schutzmasken thematisiert. Die Studentin Lisa Kaltenbrunner erstellte für die Verbreitung über Printmedien ein Kreuzworträtsel, in dem wichtige Fragen rund um die richtige Verwendung von Masken beantwortet werden müssen. Für die Informationsvermittlung über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram und Twitter wurde von den Studentinnen Vanessa Furxer und Sabrina Hopfner zwei Kurzfilme produziert, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Weitere von den Studierenden gestaltete Informationsmaterialien sind u.a. Postwurfsendungen, Broschüren für Gesundheitseinrichtungen sowie Plakate und Memos.

Der Leiter des Institutes für Pflegewissenschaft an der Universität UMIT TIROL Univ.-Prof. Dr. Gerhard Müller und die Koordinatorin des Bachelor-Studiums Pflegewissenschaft Priv.-Doz. Dipl.-PGW Dr. Daniela Deufert zeigten sich vom Engagement und der Kreativität der Studierenden begeistert. „Das Projekt dokumentiert die Verantwortung der Gesundheits- und Krankenpflege für gesellschaftliche Gesundheitsfragen. Im Rahmen des Projektes konnten theoretische Erkenntnisse aus dem Studium der Pflegewissenschaft praktisch erprobt und unmittelbar angewandt werden“, so Deufert.

Letztendlich ist es Ziel des Projektes, für das richtige Tragen von Mund-Nasenschutz in unterschiedlichen Zielgruppen zu sensibilisieren und damit die Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus zu minimieren. Deshalb werden die entwickelten Infomaterialen für Interessierte bei Anfrage unter pw@umit.at kostenlos zur Verfügung gestellt.

Markus Golla
Über Markus Golla 6999 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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