AT: Studie zu Risikofaktoren für erhöhte COVID-19-Spitalsmortalität: UK-Daten veröffentlicht

Level of care stratified by age: admitted to intensive care unit (ICU) or high dependency unit (HDU), high flow oxygen, non-invasive ventilation, and invasive ventilation

Im Rahmen des International Severe Acute Respiratory and emerging Infections Consortium (ISARIC) der World Health Organization publizierten britische Forscher eine Datenauswertung zur ersten Phase der Pandemie, wobei insbesondere den Risikofaktoren für eine erhöhte stationäre Mortalität von COVID-19-Patientinnen und Patienten nachgegangen wurde. Als wesentliche Faktoren zeigten sich chronische Herzerkrankungen, nichtasthmatische chronische Lungenerkrankungen, chronische Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen und Adipositas.

Die klinischen Charakteristika von stationären Patientinnen und Patienten mit COVID-19 werden im Rahmen des International Severe Acute Respiratory and emerging Infections Consortium (ISARIC) der WHO erhoben. Im Rahmen der Clinical Characterisation Protocol UK (CCP-UK) Studie wurden nun Risikofaktoren analysiert, die zu einer erhöhten Spitalssterblichkeit in dieser Patientengruppe führen.

In 208 Akutkrankenhäusern in England, Wales, und Schottland wurden zwischen 6. Februar und 19. April 2020 Daten von insgesamt 20.133 Patientinnen und Patienten mit COVID-19 erhoben.

Der Altersdurchschnitt der Erkrankten lag bei 73 Jahren, 60 Prozent der stationären Aufnahmen betraf Männer. Durchschnittlich lagen vier Tage vor der Aufnahme Symptome vor. Die häufigsten Komorbiditäten waren chronische kardiale Erkrankungen 31 Prozent), komplikationsfreier Diabetes (21Prozent), nicht-asthmatische chronische Lungenerkrankungen (18 Prozent) und chronische Nierenerkrankungen (16 Prozent). 23 Prozent der Erkrankten hatten keine Komorbidität.

Zum Zeitpunkt der Datenauswertung waren 41 Prozent der Patientinnen und Patienten wieder entlassen worden, 26 Prozent waren verstorben und 34 Prozent waren noch in stationärer Betreuung.

17 Prozent der Erkrankten benötigten intensivmedizinische Betreuung. Von dieser Gruppe waren zum Berichtsstichtag 28 Prozent entlassen worden, 32 Prozent waren verstorben und 41 Prozent waren noch in stationärer Betreuung.

Von den mechanisch beatmeten Patientinnen und Patienten waren zum Berichtsstichtag 17 Prozent entlassen worden, 37 Prozent waren verstorben und 46 Prozent waren noch in Spitalsbetreuung.

Höheres Alter, männliches Geschlecht und die folgenden Komorbiditäten waren mit einer höheren stationären Mortalität assoziiert: chronische Herzerkrankungen, nichtasthmatische chronische Lungenerkrankungen, chronische Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen und Adipositas.

Docherty A et al. Features of 20?133 UK patients in hospital with covid-19 using the ISARIC WHO Clinical Characterisation Protocol: prospective observational cohort study. BMJ 2020; 369 doi: https://doi.org/10.1136/bmj.m1985 (Published 22 May 2020) Cite this as: BMJ 2020;369:m1985

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Patients with coronavirus disease 2019 (covid-19) stratified by age and sex (top panel), and date of hospital admission with covid-19 by sex (lower panel). Outcomes are discharge from hospital, ongoing care, and death at time of report (19 April 2020, n=20 133)
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Presenting symptoms and comorbidities in patients in hospital with coronavirus disease 2019 (covid-19). Top left panel: symptoms by frequency of presentation (see table E1 for values); lower left panel: scaled Euler diagram of overlap of commonest symptoms; top right panel: comorbidities by frequency (see table 1 for values); lower right panel: scaled Euler diagram of overlap of commonest comorbidities
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Level of care stratified by age: admitted to intensive care unit (ICU) or high dependency unit (HDU), high flow oxygen, non-invasive ventilation, and invasive ventilation

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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