AT: SPÖ-Bayr zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember: Frauenrechte sind Menschenrechte

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„Gewalt gegen Frauen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung“, stellt Petra Bayr, Vorsitzende des Ausschusses für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung der parlamentarischen Versammlung des Europarats, fest. Weltweit ist eine von drei Frauen Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt, meist durch einen Intimpartner. In Österreich wurden heuer bereits 30 Femizide begangen. Gewalt an Frauen zählt zu den am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Die jährliche UN-Kampagne “Orange The World” findet heute am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, ihren Abschluss.

Schon vor der COVID-19-Pandemie litten weltweit 243 Millionen Frauen und Mädchen unter Partnerschaftsgewalt. „In Krisenzeiten steigen die Zahlen, wie wir während der COVID-19-Pandemie, aber auch in humanitären Krisen und Konflikten beobachten mussten“, mahnt Bayr.

Aus der aktuellen Studie von UN Women geht hervor, dass nur 1 von 10 Frauen angab, sich im Falle eines gewalttätigen Übergriffs an die Polizei zu wenden.

„Gewalt gegen Frauen ist in vielen Gesellschaften tief verankert. In Österreich genauso wie in anderen Ländern. Gesetze alleine reichen nicht, wir brauchen ein breit getragenes Unrechtsbewusstsein und starke Allianzen. Die Rechte der Frauen und ihr sozialer, ökonomischer und politischer Status müssen weltweit gestärkt werden um strukturelle Gewalt zu verhindern“, so Bayr abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)