AT: Sozialministerium kennzeichnet nur 15 von 800 Pflegevermittlern als Qualitätsanbieter

Unternehmen BestCare 24 jubelt über Bestnoten: 57 von 60 Punkten!

Qualitätszertifikat für BestCare 24 (v.l.n.r.): Andreas Herz, Obmann des Fachverbandes der Personenbetreuer in der Wirtschaftskammer Österreich; Harald G. Janisch, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Wien; Kerstin Marchner, Leitung BestCare 24-Netz; Karin Himmler, Leitung Qualitätsmanagement bei BestCare 24; Sozialministerin Brigitte Zarfl.

Wien, 22. Oktober 2019. Als einer der ersten privaten Anbieter von qualitätsvoller 24-Stunden-Betreuung wurde BestCare 24 gestern mit dem Gütesiegel ÖQZ-24 des Sozialministeriums ausgezeichnet. Mit knapp 57 Punkten von 60 möglichen erzielte das österreichweit agierende Unternehmen ein hervorragendes Bewertungsergebnis. Entsprechend groß ist die Freude über die staatliche Anerkennung. Von insgesamt 800 Agenturen, die in Österreich derzeit am Markt sind, wurden bisher nur 15 (!) zertifiziert! Denn: Die Zertifizierung ist bislang freiwillig. Verpflichtende Standards für Vermittlungsagenturen in Österreich gibt es derzeit noch nicht, obwohl diese dringend nötig wären.

„Wir freuen uns sehr über die Zertifizierung und das Gütesiegel, denn es zeigt, dass Qualität und Menschlichkeit in der Betreuung sehr wohl objektiv messbar sind. Gleichzeitig ist das Siegel für Betroffene und Angehörige eine gute Möglichkeit, im Dschungel der Angebotsvielfalt die Spreu vom Weizen zu trennen“, so Karin Himmler, die bei BestCare 24 für das Qualitätsmanagement verantwortlich ist.

Strenge Richtlinien des Sozialministeriums stellen ab sofort sicher, dass nur hochwertige Anbieter das begehrte Zertifikat erhalten: So wird unter anderem überprüft, ob eine stabile Betreuungssituation für KlientInnen, deren An- und Zugehörige und die Betreuungspersonen in Zusammenarbeit gegeben ist. Auch die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen – Personenbetreuung erfordert seit 2007 einen Gewerbeschein – wurde in die Zertifizierung einbezogen, ebenso der Ausbildungsgrad der PersonenbetreuerInnen. „Die Richtlinien, die der Zertifizierung zugrunde liegen, sind ziemlich umfangreich – und das ist auch gut so. Schließlich geht es um nichts weniger als die fachliche und menschliche Versorgung von pflege- und betreuungsbedürftigen Personen“, so Himmler.

Einziger Wermutstropfen: Die Zertifizierung ist bisher eine rein freiwillige Angelegenheit. Himmler: „Natürlich ist die Freude groß, dass wir uns nun auch mit Hilfe des Zertifikats vom Mitbewerb abheben können. Langfristig braucht der Markt aber verpflichtende Qualitätsstandards für alle. Das betrifft alle Bereiche der Pflege und Personenbetreuung – angefangen bei Mindeststandards in der Ausbildung über die verstärkte Einbindung diplomierter Gesundheits- und Krankenpflegepersonen bis hin zur persönlichen Beratung und Betreuung der Menschen vor Ort.“ Auch regional muss noch viel getan werden. BestCare 24 hat bereits 2018 mit dem Auf- und Ausbau des BestCare 24-Netzes begonnen, das den niederschwelligen regionalen Zugang zu Pflege und Betreuung sichert – „natürlich entsprechend den gültigen Qualitätsstandards“, betont Himmler.

Wildwuchs am Markt eindämmen

Dass derzeit nur Anbieter mit Sitz in Österreich und mit österreichischer Gewerbebereichtung zertifiziert werden können, sieht Himmler mit gemischten Gefühlen: „Einerseits können die KlientInnen zu 100 Prozent sicher sein, dass ein zertifizierter, qualitätsvoller Anbieter wie BestCare 24 seriös arbeitet und die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Qualitätsrichtlinien des Ministeriums strikt einhält. Auf der anderen Seite lässt sich durch das Zertifikat der Wildwuchs am Markt leider nur bedingt eindämmen.“ Speziell jene Agenturen, die ihre Leistungen ausschließlich übers Web anbieten und keinen Standort in Österreich haben, rutschen nämlich durch die Qualitätskontrolle – zum Schaden der Betroffenen.

„Eine flächendeckende Verbesserung wird es erst dann geben, wenn alle Anbieter am Markt regelmäßig auf die Einhaltung einheitlicher Qualitäts- und Ethikstandards überprüft werden und etwaige Mängel innerhalb einer festgesetzten Frist beheben müssen. Wer dem nicht nachkommt und die Standards nicht einhält, sollte auch keine Pflege und Personenbetreuung anbieten und schon gar nicht durchführen dürfen“, ist Himmler überzeugt.

Über BestCare 24

BestCare24 wurde bereits 2007 gegründet und ist ein in Österreich ansässiger Vermittler von qualitätsvoller 24-Stunden-Betreuung und Pflegedienstleistungen. BestCare24 verfügt über eigene Büros in der Slowakei und Rumänien, um eine direkte Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte für Österreich zu gewährleisten und verzichtet dabei vollständig auf die Zusammenarbeit mit Subagenturen. In einem Vergleichstest des VKI im Jahr 2018 erhielt BestCare24 als einziger privater, überregionaler Vermittler das Qualitätsurteil „Sehr gut“. 2019 wurde das regionale BestCare24-Netz in sieben Bundesländern etabliert, das pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen die Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte ermöglicht und darüber hinaus eine persönliche Pflege-Beratung und laufende Qualitätssicherung durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen gewährleistet, die in der Heimat-Region der Klienten ansässig sind.

Mehr Informationen unter www.bestcare24.at

Markus Golla
Über Markus Golla 5284 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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