AT: Sorge tragen, Pflege leisten. Was Pflege für Angehörige bedeutet

(C) Ocskay Mark

Termin: Donnerstag, 14. November 2019 von 15 bis 18 Uhr

Ort: Universität Wien, Juridicum, 1010 Wien, Schottenbastei 10–16 (Dachgeschoß) 

Die Sorgearbeit, im Speziellen die Unterstützung alter und kranker Personen, ist eine grundlegende Herausforderung unserer Gesellschaft. Menschen leben immer länger und Phasen, in denen der Alltag alleine nicht bewältigt werden kann, weiten sich aus. Die prognostizierte Alterung der Gesellschaft verschärft diese Entwicklung, typische Erkrankungen wie zum Bespiel Demenz werden häufiger.

Impuls 1

Priv.-Doz. Dr. Ulrike Famira-Mühlberger PhD (WIFO)

Zur Bedeutung der mobilen Pflegedienstleistungen

Der Vortrag stellt eine kürzlich abgeschlossene WIFO-Studie zur Bedeutung der mobilen Pflegedienstleistungen vor. Ausgehend von Projektionen zu den Kostenentwicklungen der Pflegedienstleistungen bis 2050 werden drei Politikszenarien (mehr stationäre Pflege, mehr mobile Pflege, mehr 24-Stunden-Betreuung) vorgestellt, die den aktuellen Versorgungsmix in unterschiedlicher Weise verändern. Es zeigt sich, dass eine stärkere Verschiebung hin zu mehr mobiler Pflege den Kostenpfad dämpfen und auch das Personalproblem etwas entschärfen könnte. Dennoch ist mit einem hohen Anstieg der Pflegekosten bis 2050 zu rechnen.

Impuls 2

Dr. Sabine Buchebner-Ferstl und Dr. Christine Geserick (ÖIF)

Demenz und Familie – Herausforderungen für pflegende Angehörige

Was bedeutet eine Demenz-Erkrankung für die Angehörigen? Was ändert sich im Familienalltag? Was sind Herausforderungen auf organisatorischer, aber auch auf emotionaler Ebene? Und was ändert sich im „System Familie“? Die beiden Studienautorinnen stellen die Ergebnisse ihrer qualitativen Interview-Studie vor und gewähren Einblick in die Lebensrealitäten von pflegenden Angehörigen in unterschiedlichen Familienkonstellationen und Betreuungsarrangements.

Impuls 3

Podiumsdiskussion: Was braucht es, damit Pflege zuhause gelingt?

Zu den Themenfeldern Zusammenwirken von Angehörigen und Pflegekräften, soziale Absicherung, Arbeits- und Lebensbedingungen etc. diskutieren

Petra Köfinger MSc (Hilfswerk Österreich)

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal (Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Leiter des ÖIF)

Claudia Sengeis (Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Eltern als pflegende und betreuende Angehörige)

Zuzana Tanzer (Verein Altern in Würde)

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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