AT: Sieber: Aus dem Mutter-Kind-Pass soll der Eltern-Kind-Pass werden

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ÖVP-Familiensprecher: Entschließungsantrag zur Umsetzung des Regierungsübereinkommens. Aufnahme von qualitätsgesicherten Screenings

Wien (OTS) – „Die Gesundheit von Müttern in der Schwangerschaft und das Wohlbefinden junger Familien sind Voraussetzungen für eine gute Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen und deren Gesundheit. Wir haben stets daran festgehalten, die bestmögliche Versorgung von Müttern und Kindern zu ermöglichen. Nun beziehen wir aktiv auch die Väter in die Vorsorge ein.“ Mit diesen Worten begrüßt ÖVP-Familiensprecher Abg. Norbert Sieber die in der heutigen Sitzung des Familienausschusses beschlossene Entschließung zur Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes.

Die Regierungsparteien haben sich im Regierungsübereinkommen auf die Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes zum Eltern-Kind-Pass bis zum 18. Lebensjahr und auf die Aufnahme von standardisierten und qualitätsgesicherten Screenings zur psychischen Gesundheit, Ernährung, der Schaffung von Therapieoptionen und bessere Informationen und Beratung über Impfungen geeinigt. Ein entsprechender Entschließungsantrag fand heute im Ausschuss eine Mehrheit und kann somit im nächsten Plenum des Nationalrates auf der Tagesordnung stehen.

Der Mutter-Kind-Pass wurde bereits im Jahr 1974 eingeführt, wurde stetig weiterentwickelt und hat maßgeblich zur Reduzierung der Säuglingssterblichkeit in Österreich beigetragen. „Schon der Mutter-Kind-Pass war ein großer Erfolg. In den letzten Jahrzehnten haben wir Fortschritte erzielt, welche nun die Grundlage für eine Weiterentwicklung hin zum Eltern-Kind-Pass bilden. Uns ist wichtig, diese Erkenntnisse einfließen zu lassen und einen modernen, evidenzbasierten und bio-psycho-sozialen Ansatz umzusetzen, um eine Chancengleichheit von Kindern unabhängig ihrer Herkunft zu schaffen“, so Sieber.

Die positiven Aspekte von verpflichtenden Maßnahmen sollen darüber hinaus bis zum 18. Lebensjahr gefördert werden. Das geschieht mit einer Ausweitung der vorgesehenen und verpflichtenden Maßnahmen. „Damit setzen wir eine weitere Forderung des Regierungsprogramms in Gang. Dass nun die Väter auch in die bestmögliche Vorsorge einbezogen werden, ist ein Erfolg, über den wir uns besonders freuen“, schließt der ÖVP-Familiensprecher.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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