AT: SGKK Vorsorge-Projekt „Mundhygiene bei Kindern“ wird österreichweit übernommen

(C) Herrndorff

Salzburg (OTS) – Ab 1. Juli profitieren Kinder und Jugendliche in ganz Österreich von professioneller Mundhygiene auf Kosten der Krankenkasse. Salzburg hat diese Vorsorgeleistung bereits im Jahr 2015 freiwillig eingeführt. 19.000 Kinder und Jugendliche nahmen sie bereits in Anspruch. Sie bzw. ihre Familien erhielten 58 Euro für die Erstsitzung und 37 Euro für Folgesitzungen rückerstattet.

Ein großer Schritt Richtung Vorsorge bei Kindern und Jugendlichen wurde heute österreichweit von der Sozialversicherung beschlossen. Ab 1. Juli können 10- bis 18-Jährige zweimal jährlich eine Mundhygiene mit einer Finanzierung der Krankenversicherung in Höhe von 52 Euro in Anspruch nehmen –  und zwar österreichweit. Ein Vorteil, den die jungen Salzburgerinnen und Salzburger schon länger genießen. Denn bereits 2015 führte die Salzburger Gebietskrankenkasse von sich aus einen Kostenzuschuss  für diese bis dato gesetzlich nicht vorgesehene Leistung ein. Seither wurden über 19.239 Fälle abgerechnet mit Gesamtkosten von rund einer Million Euro.

Es ist kein Geheimnis, dass die richtige und frühzeitige Vorsorge spätere schwerwiegende zahnmedizinische Probleme reduziert. Professionelle Mundhygiene gilt als wesentlicher Faktor in der Zahngesundheit. Die Sensibilisierung der Salzburger Bevölkerung ist bereits entsprechend hoch, das zeigt die jährlich steigende Zahl an jungen Patientinnen und Patienten, die diese Leistung in Anspruch nehmen.

Die Ausgaben werden durch die österreichweite Einführung sicher steigen, auch weil der der Zugang durch die Abrechnung über die E-Card künftig einfacher wird. Der Hauptverband der Sozialversicherungen schätzt die jährlichen Mehrkosten für Salzburg auf ca. 1,5 Mio. Euro.

Andreas Huss, Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse, dazu: „Natürlich wird die Nachfrage durch diese österreichweite Lösung nochmals steigen. Und das ist auch gut so. Denn bereits in jungen Jahren den Fokus auf die richtige Mundhygiene zu legen um spätere Probleme zu vermeiden, das ist uns in Salzburg schon lange ein Anliegen. Wir haben seit der Einführung im Jahr 2015 bis heute eine knappe Million an Zuschüssen ausbezahlt. Dass diese Leistung im Zuge der von den Krankenversicherungsträgern angestrebten Harmonisierung nun für ganz Österreich beschlossen wurde, freut uns natürlich besonders. Solche regionalen Vorzeigeprojekte lassen sich im Rahmen einer zentralisierten Krankenversicherung mit Orientierung am niedrigsten Niveau niemals umsetzen. Auf diese Vorreiterrolle und Entscheidungsfreiheit dürfen wir auch künftig in Salzburg nicht verzichten.“

Markus Golla
Über Markus Golla 3668 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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