AT: Schlaf – eine nächtliche Vitalitätskur für das Immunsystem

Christine Blume und Manuel Schabus © Kolarik

Salzburg (UNI SALZBURG) – Weshalb wir gerade jetzt besonders auf ausreichenden Schlaf achten sollten.

Die Nase juckt, der Hals kratzt – wer kennt das nicht: eine Verkühlung ist im Anmarsch. Jetzt nichts wie mit einer Wärmflasche ab ins Bett, denn Schlaf ist ja bekanntlich die „beste Medizin“. Doch was ist dran an dieser Volksweisheit?

Schlafexpert*innen sind sich einig: aus wissenschaftlicher Sicht ist ein Zusammenhang zwischen Schlaf und dem Immunsystem eindeutig belegt. Dabei beeinflusst sowohl das Immunsystem den Schlaf, als auch der Schlaf das Immunsystem. Einerseits löst eine akute Immunantwort bei einem Infekt bestimmte Verhaltensweisen aus; dazu gehören unter anderem auch Müdigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Diese helfen dem Körper Energie zu sparen und sich so auf das in dieser Situation Wesentliche zu konzentrieren: die Bewältigung der Erkrankung. Gleichzeitig ist ausreichend Schlaf (Expert*innen empfehlen 7-9 Stunden pro Nacht) jedoch auch von zentraler Bedeutung für ein starkes Immunsystem – bei kranken wie bei gesunden Menschen! Hier erhöht zu wenig Schlaf oder schlechter Schlaf einerseits akut die Anfälligkeit gegenüber Infektionen, langfristig begünstigt chronischer Schlafmangel beispielsweise kardiovaskuläre oder Autoimmunerkrankungen. Ausreichend Schlaf erhöht außerdem auch die Effektivität von Impfungen zum Schutz vor Erkrankungen, indem er quasi über Nacht das Gedächtnis des Immunsystems verbessert und stärkt. Bei erkrankten Personen verbessert ausreichend Schlaf auch das klinische Ergebnis nach Abklingen akuter Infektionen.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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