AT: Schallmeiner zum Welt-Diabetes-Tag: Diabetes ist kein Randproblem, gesunder Lebensstil kann Lebenszeit schenken

16. November 2022 | Diabetes, News Österreich

Grüne plädieren für Aufklärung und Prävention

„Diabetes ist kein Randproblem in unserer Gesellschaft mehr. Trotz moderner Diagnosemethoden und Therapiemöglichkeiten steigt die Zahl der Betroffenen jährlich. Umso wichtiger ist eine schnelle und korrekte Diagnose, damit Patient:innen unterstützt werden können und die Krankheit keine Lebensjahre mehr kostet“, sagt Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen.

Studien belegen, dass eine frühzeitige Therapie eine wirksame Maßnahme im Kampf gegen Diabetes ist. Dafür braucht es die rechtzeitige Diagnose. Das eigene Diabetes-Risiko sollte spätestens ab dem 45. Lebensjahr, beim Vorliegen von Risikofaktoren wie erkrankten Familienangehörigen, Übergewichtigkeit oder körperlicher Inaktivität aber auch schon davor beim Arzt oder der Ärztin überprüft werden, wie die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) empfiehlt.

„Auch wenn die Diagnose Diabetes dank moderner Technologie heute für viele Betroffene deutlich weniger einschneidend ist als noch vor einigen Jahren, sollte man die Krankheit keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Wir müssen spätestens ab der Schulzeit ein Bewusstsein für die Krankheit schaffen. Nur wenn wir bereits im Kindesalter verständlich aufklären, haben wir die reelle Chance, die Ausbreitung von Diabetes zumindest einzubremsen. Wie bei allen Gesundheitsfragen ist auch hier die Aufklärungs- und Präventionsarbeit das wichtigste Werkzeug. Kindern und Jugendlichen können wir einen Lebensstil vermitteln, der das Risiko einer Erkrankung erheblich mindert, aber nur wenn wir dies auch auf Augenhöhe machen“, betont Schallmeiner.

Gerade für Schüler:innen sind auch Stigmatisierung und Ausgrenzung noch häufig ein Problem. Seiten wie „Schüler für Schüler“ (www.schuelerfuerschueler.at), wo anhand Kurzvideos Informationen von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen weitergegeben werden, helfen dabei immens.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)