AT: Samariterbund: Pflege-Reform ist Investition in die Zukunft

Samariterbund

GF Reinhard Hundsmüller: „Gefragt sind ein hohes Maß an Professionalität und Menschlichkeit sowie ein modernes Managementsystem!“

„Die ersten wichtigen Schritte sind gemacht, doch aus Erfahrung wissen wir: Nach den Mühen der Berge kommen die Mühen der Ebene“, erklärt Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. „Im 20-Punkte-Programm der Regierung sind wichtige Maßnahmen angeführt, nun liegen die ersten Gesetzesentwürfe vor“, so Hundsmüller.

Eine fundierte, langfristige, solidarische und gesicherte Finanzierung sei ebenso ein Muss wie neue zusätzliche Aus- und Weiterbildungsprogramme für Quer- und Wiedereinsteiger*innen. Die Pflege sei ein wichtiger Job-Motor für die Zukunft. Gefragt seien ein hohes Maß an Professionalität und Menschlichkeit sowie ein modernes Managementsystem. Der geplante Ausbildungszuschuss und das Pflegestipendium könnten dazu führen, dass neue Mitarbeiter*innen in Pflege und Betreuung gewonnen werden, was zu begrüßen sei.

Positive Signale in die Tat umsetzen

„Grundsätzlich positiv sehe ich, dass es auch erfreuliche Signale für das derzeitige Personal gibt – so beispielsweise der Gehaltsbonus, der möglichst schnell und unbürokratisch bei den Beschäftigten ankommen sollte“, so Hundsmüller. „Bedauerlicherweise berücksichtigen die vorliegenden Entwürfe aber nicht alle Berufsgruppen. So sind etwa für die Heimhilfe, die für die Langzeitpflege überaus wichtig ist, derzeit keine Gehaltsverbesserungen zu erwarten.“

Der Samariterbund ist ein wichtiger Player in der Pflege

Der Samariterbund betreibt acht moderne Pflegekompetenzzentren im Burgenland und eines in der Steiermark. Drei weitere sind derzeit in Bau. Darüber hinaus gibt es im Portfolio diverse Tageszentren, betreubare Wohnungen, mobile Pflege, Senior*innen-WGs, 24-Stunden-Betreuung, Essen auf Rädern und Notrufsysteme. Die Pflege-Services werden nach neuen internationalen Standards ständig ausgebaut. Mit der aktuellen Kampagne #samaritergepflegt unterstreicht der Samariterbund seine Kompetenzen.

„Das zentrale Thema aller Überlegungen im Zusammenhang mit der Pflege muss aber der Mensch sein, dem wir ein würdevolles Altern mit vielen medizinischen und sozialen Optionen garantieren“, so Hundsmüller abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)