AT: Samariterbund Burgenland: EU-Projekt für Gesundheits- und Pflegesysteme

Samariterbund

Selbständiges Leben von älteren Menschen soll so lange wie möglich garantiert werden.

„Als Teil des grenzüberschreitenden Interreg Central Europe-Projekts ’niCE-life‘ entwickelte der Samariterbund Burgenland gemeinsam mit seinem tschechischen Partner, der Technischen Universität Brünn, den sogenannten ‚Monitoring Grid‘“, erklärt Projektmanagerin Mag. Sylvia Lomosits vom Samariterbund Burgenland. „Dabei handelt es sich um eine Web-Anwendung, die zum Ziel hat, das selbstständige Leben von älteren Menschen so lange wie möglich zu unterstützen.“

Das von der Europäischen Union und dem Land Burgenland geförderte „niCE-life“-Projekt im Rahmen des innovativen grenzüberschreitenden Programms „Interreg Central Europe“ dient der Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenarbeit in Zentraleuropa.

Gesundheitsmodell verwendet Schlüsseltechnologien.

Von April bis September 2021 wurden ältere Menschen, die eigenständig in ihren Wohnungen leben, mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens von Gesundheits- und Krankenpfleger*innen des Samariterbundes befragt, die alle Antworten im „Monitoring Grid“ registrierten und dadurch den Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum hinweg professionell beobachten konnten. Durch beratende Hilfestellungen, zum Beispiel Pflegestufenerhöhungen oder Vermittlung eines Pflegeheimplatzes, konnte mehrmals schnell und unbürokratisch geholfen werden.

„Das Projekt fördert die soziale Eingliederung und Pflegekoordination von älteren Menschen mit Defiziten, auch Alzheimer und Parkinson und andere chronische Krankheiten stehen dabei im Fokus. Dieses Gesundheitsmodell verwendet Schlüsseltechnologien wie Sensoren, Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT) sowie Datenanalysen“, so Lomosits. Neben Österreich nehmen noch die Slowakei, Tschechien, Italien, Polen und Slowenien an diesem Projekt teil.

Das von EU und Land Burgenland geförderte „niCE-life“-Projekt wurde erfolgreich präsentiert.

Nun wurden mit musikalischer Begleitung der jungen Sängerin Julia Poljak im Generationenhaus der Gemeinde Draßburg gemeinsam mit der Gemeinde Draßburg die bisherigen Projektfortschritte unter Einhaltung aller Corona-Vorsichtsmaßnahmen präsentiert. Bis zum Projektende im Juni 2022 sollen weitere Präsentationen und Trainings organisiert sowie Aktionspläne entwickelt werden, um die Nachhaltigkeit des Projekts auch nach Projektende gewährleisten zu können.

„Es ist eine Bestätigung unserer Arbeit und unseres Weges im Gesundheits- und Pflegebereich, beim ‚niCE-life‘-Projekt dabei zu sein“, sagt Andreas Balog, Geschäftsführer Samariterbund Burgenland GmbH. „Wir setzen auf Digitalisierung, die zum Nutzen der Menschen eingesetzt wird. Dank innovativer Konzepte, moderner Häuser und unserer engagierten Pflegeteams bieten wir höchste Qualität in allen acht Pflegekompetenzzentren im Burgenland.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)