AT: Rotes Kreuz: In Corona-Zeiten die stillen Krisen nicht vergessen

(C) Rotes Kreuz

Jedes Jahr sterben zigtausende Menschen an mangelnder Hygiene und schlechter Wasserversorgung: Am Sonntag ist Weltwassertag.

Wien (OTS) – In Österreich kämpfen die Menschen gemeinsam gegen das Corona-Virus: Mit Händewaschen, zu Hause bleiben und Abstand halten. Andere Gegenmittel gibt es derzeit nicht. Jetzt stellen Sie sich vor, sie hätten kein sauberes Wasser und keine sichere Toilette. So geht es Milliarden von Menschen. Jeden Tag. „Täglich sterben mehr als 800 Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. „Wir dürfen nicht müde werden, darauf hinzuweisen und uns anzustrengen, daran etwas zu ändern. Der Klimawandel trägt das seine dazu bei, die stillen Wasser-Krisen noch zu verschärfen.“

Wasser Notfallmedikament Nummer 1

Das Österreichische Rote Kreuz hilft weltweit, Menschen in Not mit Wasser zu versorgen – etwa in Syrien, oder in Flüchtlingscamps im Libanon. Dort kümmert sich Lisa Taschler als Delegierte mit den Kollegen vom Libanesischen Roten Kreuz darum, die entsprechende Infrastruktur zu gewährleisten. „Wasser ist oft wirklich das Notfallmedikament Nummer eins“, sagt die 32-jährige Steirerin. Mit einer sicheren Sanitärversorgung und Zugang zu sauberem Wasser ließen sich in vielen Entwicklungsländern Krankheiten besser bekämpfen und Übertragungen vermeiden.“
Im Libanon läuft seit Herbst 2019 ein neues WASH-Programm (Wasser, Sanitär und Hygiene) des Österreichischen Roten Kreuzes, um Familien aber auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren besser mit Wasser zu versorgen. Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem Blutspendedienst, der, ähnlich wie in Österreich, vom Roten Kreuz geführt wird. In einem weiteren Projekt werden Familien unter der Armutsgrenze mit Bargeldzuschüssen unterstützt, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Unternehmen leisten ihren Beitrag

Auch Partner aus der Wirtschaft, wie Vöslauer, helfen dem Roten Kreuz, kurzfristig Leben zu retten und langfristig für Gesundheit zu sorgen. Derzeit unterstützt das Mineralwasserunternehmen zum Beispiel Projekte in Äthiopien in Shalla, dem trockensten Gebiet der Region Oromia im Herzen des Landes. Hier verschärft der Klimawandel die Dürreperioden. Der Grundwasserspiegel ist sehr niedrig. Die Hygienebedingungen sind schlecht, Durchfallerkrankungen kommen bei Kindern häufig vor und auch die Cholera ist immer wieder ausgebrochen. Jetzt werden Wasserspeichersysteme und Latrinen installiert, Leute trainiert und das Bewusstsein für Hygiene geschärft. „Wir unterstützen das Rote Kreuz, weil der Zugang zu sauberem Wasser und Trinkwasser die Voraussetzung für jeden Menschen ist, ein gesundes Leben zu führen“, sagt Birgit Aichinger, Geschäftsführerin von Vöslauer. Hier möchten wir einen Beitrag leisten“.

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Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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