AT: Rauch: Krankheiten und Viren kennen keine Grenzen!

Johannes Rauch
(C) Marion Ritter

Weltgesundheitsversammlung – „Gemeinsam sind wir stärker, was Bereitschaft, Reaktion und Widerstandsfähigkeit bei gesundheitlichen Notfällen betrifft.“

Von 22. bis 28. Mai 2022 findet in Genf die 75. Weltgesundheitsversammlung mit dem Thema „Health for peace, peace for health“ statt. 194 WHO-Mitgliedsstaaten nehmen daran teil. 73 Tagesordnungspunkte werden thematisiert. Auch das BMSGPK ist mit einer Delegation vertreten.

„Alles ist miteinander verbunden: die Gesundheit von uns Menschen, Tieren und unserer Umwelt. Gesundheit ist dabei die Grundlage für widerstandsfähige, gleichberechtigte und gerechte Gesellschaften in Frieden. Wir dürfen aber nicht glauben, dass jedes Land für sich ist. Denn Krankheiten und Viren kennen keine Grenzen.“, ist dem österreichischen Gesundheitsminister Johannes Rauch die gute, weltweite Zusammenarbeit bei gesundheitlichen Krisen wichtig. Eine gemeinsame und gestärkte Vorbereitung und Antwort auf Gesundheitskrisen, unter Einbeziehung des One Health-Ansatzes, befürwortet er deshalb. Es gehe nur zusammen und unter Berücksichtigung der Zusammenhänge von Gesundheit.

Gesundheitsminister Johannes Rauch: „Um die Gesundheit aller Menschen, Tiere und der Umwelt zu sichern, müssen wir uns weltweit mit der Gesundheit befassen, und wir müssen dies gemeinsam tun. Zu oft wird zudem die Wichtigkeit der Tiergesundheit vernachlässigt. Es freut mich daher, dass wir auch eine Jugendvertreterin von Vier Pfoten in unserer Delegation mit dabeihaben.“ Den Wert einer guten, engen globalen Zusammenarbeit habe die Pandemie gezeigt. Aber die Zusammenarbeit müsse intensiviert werden: „Die WHO ist zur Stärkung der gemeinsamen, weltweiten Bemühungen unersetzbar. Wir können und müssen uns jetzt für später, für weitere Notfälle eine globale Architektur auf gutem Fundament aufbauen, für die Bereitschaft, Reaktion und Widerstandsfähigkeit bei gesundheitlichen Notfällen. Gemeinsam sind wir stärker. Ich befürworte zudem auch die Erarbeitung des Pandemievertrags, der die Zusammenarbeit regelt. Es ist ein wesentliches Zeichen der Solidarität in Krisen.“, so Johannes Rauch.

Denn mit der Überwindung der anhaltenden COVID-19-Pandemie sei es noch nicht getan: „Es gibt viele Herausforderungen, die gemeinsam besser zu bewältigen sind, wie Hepatitis, Diabetes, Epilepsie, HIV und sexuell übertragbare Infektionen, Mundgesundheit, psychische Gesundheit und Fettleibigkeit. Es gibt genug Baustellen, wo wir gemeinsam anpacken müssen. Die aktuellen Entwicklungen rund um die Affenpocken in Europa verdeutlichen die Notwendigkeit gemeinschaftlicher Strukturen.“, sagt Johannes Rauch weiter.

Auch die Wahl des WHO-Generaldirektors steht auf der Tagesordnung der Weltgesundheitsversammlung. Gesundheitsminister Johannes Rauch begrüßt dabei die bevorstehende Wiederwahl: „Ich freue mich sehr über die Wiederbestellung des Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er hat in Krisenzeiten seine Führungsqualitäten bewiesen. Wir werden diese weiterhin brauchen.“

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)