AT: PVA: Mehr als 900 post-COVID-Erkrankte bereits rehabilitiert

Coronavirus Covid19
(C) Romolo Tavani

Seit Mai 2020 werden in den eigenen Einrichtungen der PVA laufend post-COVID Patient*innen behandelt

Wien (OTS) – Sowohl die ambulanten Zentren für Rehabilitation in Wien und Graz als auch die stationären Rehabilitationszentren der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stehen für die Behandlung von Patient*innen mit den Folgezuständen nach einer COVID19 Erkrankung zur Verfügung. Seit Februar 2020 liegt die Anzahl der Patient*innen, die sich im Anschluss einer COVID19 Erkrankung in einer Rehabilitation in den Eigenen Einrichtungen befunden haben, bei mehr als 900. Erste Rehabilitand*innen, die unter post-COVID codiert wurden, scheinen bei der rückwirkenden Erhebung ab Mai 2020 auf. Zwei Rehabilitationszentren der PVA stechen dabei besonders hervor: in Hochegg und in Weyer sind bis heute bis zu 50 Prozent der Patient*innen aufgrund von Folgeerscheinungen nach einer Corona-Erkrankung in Rehabilitation. Eine Standardtherapie bieten diese beiden Einrichtungen nicht an, denn sie sind auf jene Co-Morbiditäten spezialisiert, die eine schwere Erkrankung mit COVID19 mit sich bringt. Herz-Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates stehen hier im Fokus.

Standardrehabilitation nicht sinnvoll

Da aber eine COVID19 Erkrankung eine Vielzahl an Folgeschäden verursachen kann, richtet sich die Rehabilitation gezielt nach der jeweiligen, oftmals sehr individuellen Einschränkung. „Als größter Rehabilitationsträger mit 17 Eigenen Einrichtungen bietet die Pensionsversicherungsanstalt selbstverständlich differenzierte Therapieangebote für Patientinnen und Patienten, die an diversen Spätfolgen einer COVID19 Erkrankung leiden, an“, erläutern die beiden Obleute Peter Schleinbach und Andreas Herz. „Standardpakete in der Rehabilitation sind aber aufgrund der Symptomvielfalt nicht zielführend“ führen sie weiter aus. Zusätzlich widerspricht eine Entwicklung und Durchführung einer (ambulanten und/oder stationären) Standardrehabilitation dem individuellen, teilhabeorientierten Konzept der Rehabilitation. „Das Angebot ist auf die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in ihrer Gesamtheit mit all ihren Umwelt- und Kontextfaktoren abgestimmt, unabhängig von der konkreten Krankheitsursache“, sagt Dr. Martin Skoumal, Chefarzt der PVA. „Nur mit einer maßgeschneiderten Rehabilitation ehemaliger Corona-Erkrankter unterstützen wir die möglichst rasche Genesung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Patientinnen und Patienten“, hält der Mediziner fest.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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