AT: PVA bietet vielfältige Rehabilitationsmöglichkeiten nach Covid-Erkrankung

Covid-19 Corona
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Individueller Therapieplan für post Covid-Patient*innen in den Rehazentren

Wien (OTS) – Nach einer akuten Covid-Erkrankung mit einem längerem (z.T. intensivmedizinsch begleiteten) Krankenhausaufenthalt ist oftmals eine Rehabilitation in Form eines Anschlussheilverfahrens notwendig. Auch für Personen, die unter den Spätfolgen einer überstandenen Covid-Erkrankung leiden gibt es in den Eigenen Einrichtungen der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) Rehabilitationsangebote. Für die Versicherten ist dieses Angebot maßgeschneidert, der jeweilige Therapieplan wird nach deren individuellen Rehabilitationszielen erstellt. Das Angebot ist auf die Rehabilitand*innen in ihrer Gesamtheit mit all ihren Umwelt- und Kontextfaktoren abgestimmt, unabhängig von der konkreten Krankheitsursache.

Folgeerkrankungen mit Symptomvielfalt

Da eine COVID19-Erkrankung eine Vielzahl an Folgeschäden verursachen kann, richtet sich die Rehabilitation gezielt nach der jeweiligen, oftmals sehr individuellen Einschränkung. Je nach Erhebung der unterschiedlichen Co-Morbiditäten ist eine Rehabilitation in den Bereichen der Indikationen Pulmologie, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie und Kardiologie angezeigt. Wenn in einem einzelnen Fall nur eine geringe körperliche Auswirkung zu verzeichnen ist, dafür aber ein erhöhter psychologischer Bedarf besteht, wird gemäß dem biopsychosozialen Modell der „Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ (ICF) ein problembezogenes Therapieangebot erstellt. Die Entwicklung und Durchführung einer (ambulanten und/oder stationären) Standardrehabilitation ist daher nicht zielführend und widerspricht dem individuellen, teilhabeorientierten Konzept der Rehabilitation. In diesem Sinne wäre eine „Long Covid“-Reha kontraproduktiv, da diese nur als allgemeines einheitliches Therapiepaket für alle Betroffenen absolviert werden könnte. Seit geraumer Zeit geht die PV jedoch den Weg der auf die Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmten Reha, von „Standardpaketen“ wird daher abgesehen. „Nur mit einer maßgeschneiderten Rehabilitation ehemaliger Corona-Erkrankter unterstützen wir die möglichst rasche Genesung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. Martin Skoumal, Chefarzt der PVA.

Kein Engpass bei Rehabilitationsangebot

Sowohl die ambulanten Zentren für Rehabilitation in Wien und Graz als auch die stationären Rehabilitationszentren der PVA stehen für die Behandlung von Patient*innen mit den Folgezuständen nach einer COVID19-Erkrankung zur Verfügung. Obwohl bei nahezu allen Indikationen Patient*innen mit überstandener Covid-Erkrankung rehabilitiert werden, sind österreichweit genügend Reserven vorhanden. Zwar erfordern die erhöhten Hygiene- und Schutzmaßnahmen sowie geltende Abstandregeln angepasste Prozessabläufe, jedoch ist die Zahl der klassischen Reha-Anträge seit Beginn der Pandemie stark rückläufig, da geplante Rehabilitationsaufenthalte oftmals nicht angetreten wurden.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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