AT: ProFem testet Creme für die Behandlung von Scheidenpilz in Wien und Tirol: Probandinnen gesucht

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Unsere Forschungserkenntnisse zur Interaktion zwischen Wirt und Mikroben könnten einen Durchbruch für viele Frauen weltweit bedeuten, die unter Scheidenpilz leiden. Anders als herkömmliche Präparate soll die Creme nicht nur eine akute Infektion bekämpfen, sondern auch dafür sorgen, dass der Infekt nicht erneut auftritt. ProFem Gründerin DI DDr. Marion Noe und Studienleiterin PD Dr. Ghazaleh Gouya

Wien (OTS) – 75 Prozent aller Frauen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer schmerzhaften Scheidenpilzinfektion. An der MedUni Wien und der Universitätsklinik Innsbruck wird jetzt eine vielversprechende Creme getestet, durch die eine vollständige Heilung der Infektionskrankheit möglich sein könnte. Für die Studie werden Probandinnen mit akutem oder chronischem Scheidenpilz gesucht.

Wenn die Studie die Ergebnisse aus den bisherigen Forschungen bestätigt, eröffnet das gänzlich neue Behandlungsmöglichkeiten von Scheidenpilz. Obwohl mehrere hundert Millionen Frauen zum Teil andauernd und schwer von der chronischen Verlaufsform beeinträchtigt sind, konnte seit fast 50 Jahren kein echter innovativer Fortschritt in der Behandlung erzielt werden. Bei vielen Patientinnen kommt es meist innerhalb von nur wenigen Wochen nach Absetzen der herkömmlichen Medikamente wieder zur Rückfällen. „Unsere Forschungserkenntnisse zur Interaktion zwischen Wirt und Mikroben könnten einen Durchbruch für viele Frauen weltweit bedeuten, die unter Scheidenpilz leiden. Anders als herkömmliche Präparate soll die Creme nicht nur eine akute Infektion bekämpfen, sondern auch dafür sorgen, dass der Infekt nicht erneut auftritt, so ProFem Gründerin DI DDr. Marion Noe und die Studienleiterin PD Dr. Ghazaleh Gouya.

Die Creme blockiert die Haftmechanismen der einzelnen Pilzzellen untereinander und am Wirt. Damit wird das Pilzgeflecht aufgelockert und einem ebenfalls im Therapeutikum enthaltenen Antimykotikum, also einem Wirkstoff gegen Pilze, zugänglich gemacht. Als positiver Nebeneffekt der Behandlung wird auch eine rasche Linderung der Schmerzen erwartet. Da beide Wirkstoffe der Creme bereits zugelassen sind, besteht bei Anwendung kein erhöhtes Risiko.

Gesucht werden Frauen zwischen 18 und 50 Jahren (bis zum Eintritt der Menopause), die an einer akuten oder chronischen Scheidenpilzinfektion leiden. Alle Probandinnen werden vor der Teilnahme von einem auf Infektionen spezialisierten Gynäkologen gründlich untersucht. Dabei werden die Beschwerden und möglichen Ursachen der Betroffenen genau erfasst. Die Creme wird drei Tage lang zweimal täglich mittels Applikator im Vaginalbereich aufgetragen. Weitere drei Tage kommt die Creme einmal täglich zum Einsatz. Nach Abschluss der Anwendung wird eine weitere Kontrolluntersuchung durchgeführt, um den Fortschritt der Behandlung zu überprüfen. Somit ist die medizinische Betreuung der Probandinnen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

Alle Infos für Interessenten gibt es unter www.profem.at/klinische-studie/

Anmeldungen sind auch direkt in folgenden Studienzentren möglich:

Medizinische Universität Wien/ AKH-Wien

Abteilung für Frauenheilkunde

Währinger Gürtel 18-22, 1090 Wien

Ansprechpartner: Prof. Dr. Herbert Kiss oder Philipp Pappenscheller

01/40400-28810, philipp.pappenscheller@meduniwien.ac.at

Medizinische Universität Innsbruck,

Abteilung für Frauenheilkunde

Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

Ansprechpartner: Prof. Dr. Christian Marth oder Mag. Angela Riha

0512/504-24162, angela.riha@i-med.ac.at

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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