AT: Pilotprojekt „MitarbeiterInnen-Testungen“ im Bereich mobile Pflegedienste startet

Teschl-Hofmeister/Königsberger-Ludwig: "Regelmäßige Testungen als wichtige Präventivmaßnahme"

St. Pölten (OTS/NLK) – Die Versorgung der älteren Menschen ist in Zeiten der Corona-Krise ein besonders sensibler Bereich. Die Hochrisikogruppe der älteren Menschen galt und gilt es besonders zu schützen, sowohl in den Pflegeeinrichtungen als auch bei der Versorgung und Betreuung zu Hause in den eigenen vier Wänden. Aktuell werden daher in einem Pilotprojekt sogenannte Screening-Testungen für mobile Pflegedienste im Einzugsgebiet der beiden Drive-in Teststationen in St. Pölten und Amstetten gestartet. Insgesamt sollen in einem ersten Schritt 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet werden. Es handle sich um eine Präventivmaßnahme und man erhoffe sich damit, einen besseren Einblick hinsichtlich der tatsächlichen Infektionslage zu erhalten. Zwar würden die derzeitigen Erkrankungsfälle im Promillebereich liegen, dennoch sei es mit den Testungen möglich, eine womöglich höhere Dunkelziffer auszuschließen, so die beiden Regierungsmitglieder Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig:

„Die sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste bilden die zentrale Säule in der Versorgung unserer älteren Generation im Bundesland. Rund 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfswerk, Volkshilfe, Caritas der Diözese St. Pölten, Caritas der Erzdiözese Wien sowie des Roten Kreuz Niederösterreich in den 181 Sozialstationen Niederösterreichs leisten wertvolle Arbeit für über 17.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in deren eigenen vier Wänden. Wir wissen, dass diese betreuten Personengruppen im Falle einer Infektion für besonders schwere Krankheitsverläufe gefährdet sind. Daher freut es uns, dass die nun vorhandenen Testkapazitäten sogenannte Screening-Testungen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich machen. Das bedeutet, dass ab sofort bei jenen Personen, die in diesem sensiblen Bereich arbeiten, eine regelmäßige PCR-Testung ermöglicht wird.“

Der Durchlauf für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Trägerorganisationen im Bereich der beiden Drive-in Stationen beträgt aus aktueller Sicht zehn Tage. „Damit wird sichergestellt, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter alle zehn Tage eine Testung vornehmen lassen kann. Unser Dank gilt dem Personal der mobilen Pflegedienste, die auch in dieser schwierigen Zeit hochwertige Pflege- und Betreuungsleistungen durchführen und dem Großteil der älteren Generation in unserem Bundesland einen Lebensabend in den eigenen vier Wänden ermöglicht“, so Teschl-Hofmeister und Königsberger-Ludwig abschließend.

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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