AT: Pflegekonzept der NEOS – Telefonat mit Dr. Andrea Kdolsky

20. Januar 2019 | News Österreich | 0 Kommentare

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 14.1.2019 kündigte die Bundesvorsitzender der NEOs Mag. Beate Meinl – Reisinger an, dass ihre Partei im ersten Quartal 2019 ein umfassendes Pflegekonzept vorlegen wird. Wie schon bei anderen Projekten, soll dies im Rahmen eines breiten und offenen Prozesses unter Einbindung von Expertinnen und Betroffenen entwickelt werden. Sie betonte die Wichtigkeit und Dringlichkeit dieses Themas. Dr. Andrea Kdolsky wurde mit der Projektleitung beauftragt.

Die ehemalige Bundesministerin gilt als ausgewiesene Expertin im Gesundheits- und Sozialbereich und kann auf über 30 Jahre Erfahrung verweisen. Seit 2015 ist sie als Unternehmensberaterin im Gesundheitswesen selbständig tätig. Die Reaktionen aus dem Pflegebereich waren zum Teil kritisch und es wurde vor allem moniert, dass Dr. Kdolsky als Ärztin über keine ausreichende Erfahrung im Pflegebereich verfügen würde.

Hierzu stellte sie klar, dass sie einerseits als Projektmanagerin fungieren werde und in einem klar definierten Prozess auf unterschiedlichen Ebenen die hervorragende Expertise der Pflegeexpertinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen genutzt werden soll und diese, wie auch interessierte Bürgerinnen zu Wort kommen werden. Andererseits verwies sie auf ihr seit Jahren aufgebautes nationales und internationales Netzwerk, das auch die Pflege miteinschließt.

“Ich sehe mich in diesem herausfordernden Projekt als Ideenbringerin, Koordinatorin unterschiedlichster Expertinnen und werde gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen die Workshops und Diskussionsrunden leiten und zusammenfassen. Ich denke, dass es derzeit eine große Chance gibt die zukünftigen Herausforderungen für die Pflege in Österreich umfassend und breit zu beantworten und den vielen Vorschlägen durch Expertinnen eine Stimme zu geben”.

Angesprochen auf die Kritik an ihrer Person: “Ich bin überzeugt, dass diese Kritik darauf basiert, dass man zu wenig gewusst hat, was meine Aufgabe in diesem Projekt ist. Ich habe in vielen meiner Funktionen immer hervorragend mit den nicht ärztlichen Berufsgruppen kooperiert und bereits nach kurzer Zeit viele Angebote zur aktiven Mitarbeit erhalten.”

 

 

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)