AT: OÖ Gesundheitsholding bietet erste berufsbegleitende Pflegefachassistenz-Ausbildung in Oberösterreich an

Bild „Rohrbach“: Pflegeausbildungen an den Schulen der OÖ Gesundheitsholding sind äußerst vielseitig und jetzt auch berufsbegleitend möglich.

LINZ. Mit der ersten berufsbegleitenden Pflegefachassistenz-Ausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikum Freistadt und am Klinikum Rohrbach ist die Oberösterreichische Gesundheitsholding GmbH (OÖG) Vorreiter in Oberösterreich.

„Die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege der OÖG legten in den einzelnen Pflegeausbildungen schon bisher eine hohe Angebots- und Gestaltungsvielfalt an den Tag. Damit vermitteln sie nicht nur jene Kompetenzen, die von Pflegekräften in ihren Berufen erwartet werden, sondern kommen auch den unterschiedlichen Bedürfnissen von Menschen entgegen, die an einer der vielen Pflegeausbildungen interessiert sind. Ich freue mich daher sehr, dass es nun gelingt, Ausbildungen auch berufsbegleitend anzubieten“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Pflegeausbildungen können ab dem Alter von 17 Jahren begonnen werden. Sie sprechen jedoch auch viele WiedereinsteigerInnen nach der Karenz an sowie Personen, die ihren Beruf wechseln wollen. Mehr und mehr Menschen entscheiden sich nach dem 30. Lebensjahr für eine Pflegeausbildung. Dass jemand in diesem Alter andere Bedürfnisse bei den Rahmenbedingungen einer Ausbildung hat als Jugendliche, liegt auf der Hand: Familie, Betreuungspflichten oder Kosten für die eigene Haushaltsführung sind Lebensumstände, die zur Folge haben, dass eine herkömmliche Ausbildung – Montag bis Freitag, 40 Stunden pro Woche – zumeist nicht möglich ist. Dem begegnet die OÖG in ihren Schulen mit unterschiedlichen Ausbildungsformen.

Neues Angebot: Berufsbegleitende Pflegefachassistenz-Ausbildung
Jetzt wollen die OÖG-Schulen mit einem weiteren Angebot eine Einstiegshilfe in einen vielfältigen und zukunftssicheren Beruf bieten: „Erstmals und einmalig in Oberösterreich werden die OÖG-Schulen ab 2021 die Pflegefachassistenz-Ausbildung als berufsbegleitende Pflegeausbildung anbieten. Diese Form ermöglicht es, neben der Ausbildung in seinem angestammten Beruf oder einem pflegenahen Beruf in einem Teilzeit-Stundenausmaß weiter tätig zu sein“, beschreibt OÖG- Geschäftsführer Mag. Karl Lehner, MBA das neue Ausbildungsformat.

Aufbau der Ausbildung
Die Ausbildung beginnt am 1. Februar 2021 und wird Freitagnachmittag und Samstag stattfinden. Sie wird mittels Blended Learning, einer Mischung aus Präsenz- und Online- Unterricht, geführt. Damit ist es möglich, die Anwesenheitszeiten an der Schule während des theoretischen Unterrichtes auf zwei Wochentage zu reduzieren. Zudem gewinnen die Auszubildenden mit dieser Unterrichtsform ein Mehr an zeitlicher Autonomie, indem sie über weite Strecken selbstständig bestimmen können, wann sie lernen. Die Praktika finden nach Wahl der/des Auszubildenden wohnort- oder schulnahe statt. Wer möchte, kann im Umkreis der Schule eine Unterkunft beziehen.

Bei der berufsbegleitenden Pflegefachassistenz-Ausbildung handelt es sich um eine vollwertige Ausbildung. „Die intensive pädagogische Begleitung durch unsere Lehrenden in Theorie und Praxis ist Garant für das Erlangen der erforderlichen Handlungssicherheit bis zum Ausbildungsende“, zeigt die Leiterin der OÖG-Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege Mag.a Martina Bruckner auf und weist darauf hin, dass es sich bei einem Ausbildungsformat wie diesem um ein besonderes Package handelt: „Da bei jemandem, der sich für eine berufsbegleitende Ausbildung entscheidet, der letzte Schulabschluss mitunter schon länger zurückliegt, gibt es Begleitangebote wie zum Beispiel ‚Lernen wieder lernen‘.“

Die Pflegefachassistenz-Ausbildung schließt mit dem Diplom der Pflegefachassistenz (PFA) ab und ist im Vollzeit-Modus auf eine Ausbildungsdauer von 2 Jahren ausgelegt, berufsbegleitend auf 3,5 Jahre. Ausbildung und Beruf der Pflegefachassistenz sind zwischen diplomierter Pflege und Pflegeassistenz angesiedelt, PflegefachassistentInnen führen z. B. Pflegemaßnahmen sowie Tätigkeiten im Bereich der Diagnostik und Therapie durch und unterstützen im therapeutischen Handeln. Sie arbeiten mit den anderen Berufsgruppen des Gesundheitssystems eng zusammen, um die Versorgung der PatientInnen aller Altersstufen sicherzustellen.

BewerberInnenspektrum und Voraussetzungen
Das bisherige BewerberInnenspektrum an den beiden Schulen setzt sich zusammen aus Pflege-QuereinsteigerInnen und – nicht unerwartet – aus Müttern und Vätern. Voraussetzung für eine Bewerbung sind neben dem Interesse für die Pflege und einem „Gespür“ für Menschen u. a. die positive Absolvierung von 10 Schulstufen, ein Lehrabschluss oder ein positiv abgeschlossenes 1. Lehrjahr.

Eine Bewerbung zu dieser Ausbildung ist bis 30. Oktober 2020 möglich. Da rund um diese Ausbildung mitunter ein besonderer Beratungsbedarf besteht, stehen die MitarbeiterInnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen Freistadt und Rohrbach verstärkt zur Verfügung.
Während der Ausbildung sind die Auszubildenden sozialversichert und erhalten Taschengeld bzw. – je nach ihrer individuellen Situation – eine Finanzierung über eine Stiftung. Und damit Mama oder Papa beruhigt in die Schule oder ins Praktikum gehen können, stehen den Auszubildenden, wie allen MitarbeiterInnen auch, die OÖG-Kinderbetreuungsangebote offen.

Markus Golla
Über Markus Golla 7385 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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