AT: Online-Konferenz „Perspektiven und Potentiale für pflegende Angehörige“ gab Anstoß für vertiefte Diskussion

Pflegende Angehörige
Nicole Traxler und Boris Marte Fotocredit:Two Next inclusion

Erfolg der Premiere mit nahezu 400 Gästen – Neuauflage der Veranstaltung von Two Next inclusion voraussichtlich Anfang 2023

Wien (OTS) – Fünf Abende lang lief die erste Online-Konferenz “Perspektiven und Potentiale für pflegende Angehörige“ (von 20.-26.01.). In den Diskussionsrunden wurden konkrete Herausforderungen für pflegende Angehörige identifiziert sowie Lösungsmöglichkeiten für Unternehmen, Politik und Gesellschaft skizziert.
Nicole Traxler, Obfrau des Veranstalters „Two Next inclusion – Verein zur Förderung von sozialer, digitaler und finanzieller Inklusion“, erklärt: „Wir waren von dem großen Interesse überrascht und freuen uns über das Ergebnis. Bis zu 75 Personen haben gleichzeitig an den Diskussionen teilgenommen, insgesamt haben wir nahezu 400 Personen ins Gespräch gebracht.“ Die Konferenz lieferte wichtige Beiträge für künftige Aktivitäten, „bei unserer laufenden Arbeit an Online-Lösungen zur Entlastung pflegender Angehöriger werden wir voraussichtlich einen besonderen Schwerpunkt auf pflegende Eltern legen“, kündigt Traxler an.

Auch Arbeitgeber:innen gefordert, betroffene Fachkräfte zu unterstützen

Boris Marte, Vorstandsvorsitzender der ERSTE Stiftung, betont in seinem Resümee die wachsende Brisanz des Themas: „Pflege betrifft eine große Mehrheit unserer Gesellschaft – viele schon heute und noch mehr Menschen in einer nahen Zukunft. Daher hat es noch viel mehr gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit verdient. Die Diskussionen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Privatwirtschaft haben uns gezeigt, dass wir vor einem Umbruch stehen.“ Darauf müssten sich auch Arbeitgeber:innen einstellen, etwa um betroffene Fachkräfte zu halten oder für sie Beschäftigung erst möglich zu machen. „Besonders deutlich wurde aufgezeigt, dass wir in Hinblick auf die Digitalisierung in der Pflege in Europa erst am Anfang steht und Online-Unterstützungsangebote großes Potenzial haben.“

Für Anfang 2023 ist bereits die nächste derartige Konferenz geplant. Wer daran Interesse hat, erhält alle Infos über den „Alles Clara“-Newsletter; die Anmeldung ist via https://alles-clara.at/ möglich.

Die Videos zu den einzelnen Diskussionsrunden und weiteren Elementen der Konferenz sind hier via YouTube abrufbar. Darin finden sich die Impulsreferate und Diskussionsbeiträge u.a. von Dr.in Eva Höltl (Leiterin Gesundheitszentrum, Erste Bank Österreich, Vorstandsmitglied der ERSTE Stiftung und Vizevorsitzende im Fachausschuss Psychosozialer Bereich des Obersten Sanitätsrats), Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Hanna Mayer (Leiterin Fachbereich Pflegewissenschaft, Karl-Landsteiner-Privatuniversität), Birgit Meinhard-Schiebel (Präsidentin, Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger), Mag.a Manuela Vollmann (Geschäftsführerin, abz*austria) sowie Dr. Thomas Wochele-Thoma (Ärztlicher Leiter, Caritas der Erzdiözese Wien und Co-Investigator, Ludwig-Boltzmann-Institut Digital Health and Patient Safety).

Das Netzwerk hinter der Konferenz: Die Konferenz wird von Freirad und ERSTE Stiftung unterstützt. Sie ist Teil des Projekts „Innovationsnetzwerk zur Entlastung pflegender Angehöriger in Österreich“. Dieses Projekt wird durch Two Next inclusion, Caritas der Erzdiözese Wien, Lebenshilfen Soziale Dienste, Ludwig-Boltzmann-Institut Digital Health and Patient Safety und semanticlabs GmbH umgesetzt. Dieses Projekt wird aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung gefördert und im Rahmen des Programms Laura Bassi 4.0 mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) durchgeführt.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)