AT: Ohne qualifizierte Pflege keine erfolgreiche Operation

DBfK wirbt am Rande der OP-Pflegetage in München für den Beruf / Multiprofessionelle Teams arbeiten eng zusammen

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München, 27.3. 2019 – „Gesundheits- und Pflegeberufe sind im hochkomplexen Ablauf von Operationen ein entscheidender Anker“, sagt DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck im Vorfeld der OP-Pflegetage in München, die vom 28. bis 29. März im Rahmen des Chirurgen-Kongresses stattfinden.  Schlagzeilen, wonach Operationen abgesagt werden müssen, weil Pflegefachpersonen fehlen, nehmen weiter  zu. Die Patientensicherheit steht und fällt mit einer professionellen pflegerischen Versorgung. Damit stellt der DBfK die Bedeutung der Pflege heraus und wirbt für den Beruf: „Die Pflege bietet gerade auch im Bereich OP hervorragende Karrieremöglichkeiten“, sagt Dr. Biederbeck.

Ohne die Pflege keine erfolgreiche Operation: Das Branchentreffen in München präsentiert den Teilnehmern/innen aktuelles Wissen und schafft an zwei Tagen eine Plattform für Informationen, Austausch und kollegiale Gespräche. Laut OP-Barometer belasten allerdings auch in Operationssälen Personalengpässe die Pflegeteams. „Die Arbeitsbelastung steigt und damit auch die Krankheitsquote und Fluktuation“, wertet DBfK-Geschäftsführerin Dr. Marliese Biederbeck. Soviel steht fest: Nur mit einer guten Pflegepersonalausstattung  und entsprechendem Know-how ist eine sichere und gute Operation möglich. Im OP arbeiten Spezialisten aus vielen Bereichen in einem multiprofessionellen Team zusammen. Die Leistungsfähigkeit und der Erfolg von Operationen hängt auch davon ab, dass Chirurgie, OP-Pflege, Anästhesie und Sterilgutabteilung, Intensivstationen, Medizintechnik und Hygiene reibungslos zusammenarbeiten.

Unter ihnen sind auch die ganz speziell ausgebildeten Operationstechnischen Assistenten/innen (OTA). Im technisch hochspezialisierten OP sind heute die technischen Assistenzberufe nicht mehr wegzudenken. „Bei aller Wirtschaftlichkeit  dürfen wir jedoch den Menschen nicht vergessen. Der professionellen Pflege kommt daher eine ganz besondere Rolle zu, weil sie mit ihrem ganzheitlichen Blick neben einem Höchstmaß an Behandlungsqualität und Sicherheit für das Wohl der Patienten/innen und damit letztlich für den Behandlungserfolg sorgt“, so Dr. Biederbeck. Die Patientinnen und Patienten werden im Schnitt älter und weisen daher auch zunehmend Mehrfacherkrankungen auf. Das Berufsbild der Pflege hat damit an Komplexität gewonnen.

Mit der nun anstehenden generalistischen Pflegeausbildung ab 2020 bekommen die Pflegefachpersonen für künftige Herausforderungen ein sehr gutes Rüstzeug und können sich darüber hinaus viele Einsatzfelder erschließen. „Das macht diesen Beruf auch besonders attraktiv, weil Pflegefachpersonen ihr Arbeitsleben lang in vielen Bereichen arbeiten können.“ Mit einer zusätzlichen Weiterbildung OP-Pflege können sie sich darüber hinaus spezialisieren und im Fachgebiet Karriere machen. Die Pflegeaus- und weiterbildung bietet viele Wege, Optionen und Chancen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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