AT: ÖGKV: Stellungnahme zum Thema Pflegekammer

ÖGKV

Mit dem Vorschlag, durch eine Pflegekammer nach Vorbild der Ärztekammer, das Image der Pflegeberufe verbessern zu wollen, ließ Gesundheitsministerin Mag. Beate Hartinger-Klein gestern aufhorchen. 

Der Mangel an entsprechender Verortung pflegepolitischer Themen des mit Abstand größten Gesundheitsberufes ist demnach auch auf höchster Ebene angekommen. Besonders deutlich wird diese Tatsache einerseits durch den im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) definierten selbständigen Kompetenzbereich, sowie durch das Recht, den Pflegeberuf auch freiberuflich ausüben zu können. Weder die Wirtschaftskammer noch die Arbeiterkammer können ohne Interessenskonflikt und parteipolitisch unabhängig als Standesvertretung der Gesundheits- und Krankenpflegepersonen fungieren. Sichtbar wird dies aktuell auch durch die Aufteilung des Berufsregisters für Gesundheits und Krankenpflegepersonen, denn im angestellten Dienstverhältnis Tätige werden durch die Arbeiterkammer registriert, freiberuflich Tätige hingegen durch die Gesellschaft Gesundheit Österreich (GÖG).

Unter der Voraussetzung der parteipolitischen Unabhängigkeit, alle Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, egal in welcher Form diese im Berufsfeld tätig sind, auf Bundesebene gemeinsam zu organisieren, unterstützt der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) den Vorschlag für eine Pflegekammer.

Markus Golla
Über Markus Golla 5368 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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